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Gemeinderat

15.12.2016

Große Pläne für das Areal des Wertachtalsenders

Die Amberger ändern den Flächennutzungsplan. Es geht um Sonnenkraft und Windenergie. Doch beides wird gleichzeitig nicht möglich sein

Der Wertach-Kurzwellensender ist Geschichte, erneut ging es nun um die weitere Nutzung des riesigen Geländes. Der Amberger Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung damit befasst.

Nach dem kompletten Abriss der Senderanlage einschließlich der Entfernung der Betonfundamente wurde eine Anpassung des Flächennutzungsplans an die aktuellen Gegebenheiten erforderlich. Martin Eberle vom beauftragten Architekturbüro Kern erläuterte die mit dem Landratsamt bereits besprochene Neubestimmung und Zuordnung der einzelnen Bereiche.

Die nach Entfernung der Antennenanlage zusätzlich gewonnene Fläche innerhalb der Umzäunung des ehemaligen Betriebsgeländes erweitert die Nutzungsmöglichkeit für die regenerative Stromerzeugung erheblich. Zugleich kann auf ursprünglich vorgesehene Ausgleichsflächen – teils außerhalb der Umzäunung – verzichtet werden.

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Bemerkenswert ist stattdessen ein durchgängig zwölf Meter breiter umrahmender Geländestreifen, der durch seine „funktionelle Verknüpfung“ und seine extensive Nutzung dem Naturschutz dienen soll. Der südöstliche Arm des ehemaligen Sendergebiets ist nach Vorgaben des Regionalverbands Donau-Iller neben seiner Zweckbestimmung für die Photovoltaiknutzung grundsätzlich auch als Vorrangfläche für Windkraftanlagen ausgewiesen. Da sich eine parallele Nutzung allerdings ausschließt, wird die Entwicklung wohl auf einen weiteren Ausbau mit Photovoltaikmodulen hinauslaufen.

Inzwischen hat die WV Energie AG, die vor drei Jahren von der Firma Ampegon installierte Anlage im Nordteil des ehemaligen Sendergebiets übernommen hat, bereits weitere Module mit einer Kapazität von 10 MWP auf 15 Hektar weiter südlich in Betrieb genommen. Auf beiden Seiten der Gemarkungsgrenzen Lamerdingen und Amberg entstand dieser Solarpark, der zu den großen Fotovoltaikanlagen in Deutschland zählt. Rund 38,5 Millionen Euro hat das Frankfurter Unternehmen bereits in das Wertachtal investiert. 140000 Solarmodule sind installiert. Die vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplans gehen nun unmittelbar in die öffentliche Auslegung.

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