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Türkheim

16.12.2020

Grüne Videokonferenz in Türkheim leidet unter schlechtem Internet

Rudolf Mendle, Sprecher der Grünen in Türkheim, wie man ihn bei einer Videokonferenz seines Ortsverbandes sehen konnte. Erstmals waren auch Besucher eingeladen teilzunehmen. Die Runde blieb aber unter sich. In einigen Türkheimer Gebieten und vor allem in Türkheim-Bahnhof sind die Internet-Voraussetzungen für digitale Meetings derzeit ausgesprochen schlecht, was sich in Ausfällen von Bild und Ton bis hin zum kompletten Absturz äußert.
Bild: Sabine Schaa-Schilbach

Plus Weil coronabedingt keine Versammlungen abgehalten werden können, setzten die Türkheimer Grünen auf digitale Meetings. Das zeigt dann auch, wo die Technik die Grenzen setzt.

Der Ortsverband der Grünen in Türkheim wollte von Anfang an mit dabei sein, als es darum ging, die eigenen Versammlungen ins Internet zu bringen. Schon im April 2020 gab es – kurz nach der Kommunalwahl noch mit den damals amtierenden Gemeinderäten – das erste „digitale Meeting“. Jede Fraktionssitzung der jetzigen drei grünen Markträte kann seitdem im Internet verfolgt werden. „Das hat sich bewährt und wird vorerst so weitergeführt“, sagt Rudolf Mendle, Ortssprecher der Türkheimer Grünen. Allerdings gibt es Hürden, wie sich zeigt.

Erstmals waren jetzt für die zurückliegende „Grüne Runde“ in Türkheim auch Teilnehmer von außerhalb eingeladen worden. Die Hürde für „neue“ Interessierte war aber wohl doch zu hoch gewesen, gleich beim ersten Kontakt ihre grünen Ansprechpartner nur auf dem Bildschirm zu sehen und ihnen nicht persönlich gegenüber zu sitzen. Man blieb also diesmal unter sich.

Der bekannt schlechte und mühselige Internet-Empfang in bestimmten Teilen von Türkheim machte es auch nicht leichter. Ausfälle in Ton und Bild und Abstürze des Systems gab es bei mindestens einer Teilnehmerin mehrmals. Ein schöner Beweis für die Notwendigkeit eines schnellen Glasfaser-Netzes, nicht nur in Corona-Zeiten, sondern für die Zukunft ganz allgemein. Damit dürften einige Türkheimer Bürger, in größeren Wohnanlagen beispielsweise oder wegen der hohen Kosten, schon jetzt abgehängt sein.

"Spannend, aber anstrengend" lautet das Fazit der Türkheimer Grünen

Die sechs öffentlichen Tagesordnungspunkte der Türkheimer Videokonferenz der „Grünen Runde“ wurden so angegangen und abgearbeitet, wie das auch bei ganz realen Treffen der Fall ist. Es gab Berichte der Mandatsträger und Vorschläge zum Einrichten von Arbeitskreisen. Es wurde diskutiert und nachgefragt. Der Punkt „Nachhaltiges Beschaffen, Planen und Bauen“ war über die reine Ideensammlung schon hinaus: Kontakte zu einer Gemeinde waren geknüpft, die das schon umsetzt, und Türkheims Bürgermeister Christian Kähler sei mit ins Boot geholt worden. Es geht bei diesem wichtigen grünen Thema um die Zauberworte Nachhaltigkeit und ökologische Gesamtbilanz. Das bedeutet, dass das kostengünstigste Angebot oft nicht das Beste sein kann.

Spannend, aber auch sehr anstrengend lautet das Fazit der Videokonferenz. Ein „digitales Rendezvous“ (Rudolf Mendle) sei die einzig mögliche Lösung in Corona-Zeiten, um Versammlungen und Treffen nicht unter den Tisch fallen zu lassen.

Um bei Kursen, Unterricht und Lernen, nicht nur in der Schule, so etwas wie eine Kontinuität zu haben. Viele Beobachter und Teilnehmer zeigten sich überzeugt, dass digitale Meetings das Persönliche eines Treffens, nicht dauerhaft ersetzen werden können.

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