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24.07.2010

Gymnasium kostet Buchloe rund 2,2 Millionen Euro

Noch dürfen Blumen und Gras mehr oder weniger ungestört wachsen. Wenn alles läuft, wie derzeit geplant, könnte im März 2012 Baubeginn für das Buchloer Gymnasium sein. Im Hintergrund (hinter den Bäumen) erkennt man die Haupt- und Realschule sowie (rechts) die Tennisplätze und das Eisstadion. Foto: Eva Liebl
Bild: Eva Liebl

Buchloe Wird das Buchloer Gymnasium im ÖPP-Verfahren gebaut, zahlt die Verwaltungsgemeinschaft (VG) rund 3,37 Millionen für den Bau. Auf die Stadt Buchloe entfallen somit rund 2,2 Millionen Euro. Einstimmig segnete der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung mit dem Landkreis ab.

Dass die Berechnungen relativ kompliziert sind, zeigte sich auch im Stadtrat. Von verschiedenen Seiten gab es Nachfragen, welche Summen letztendlich welche Leistungen beinhalten beziehungsweise wer denn nun was wofür bezahlt.

Bei den 3,37 Millionen Euro handelt es sich um den VG-Anteil, der für den Bau und die Planung des Gebäudes aufzubringen ist, erklärte VG-Geschäftsstellenleiter Artur Salger. Wie berichtet, wird derzeit davon ausgegangen, dass ein privater Investor das Gymnasium für 21,8 Millionen Euro bauen kann. Das genaue Ergebnis liegt jedoch erst nach der Ausschreibung vor. "Was wir bislang haben, sind Schätzzahlen", erläuterte Robert Pöschl. Er ist Mitarbeiter der Kreiskämmerei.

Er rechnet damit, dass die europaweite Ausschreibung im Herbst beginnt und etwa ein dreiviertel Jahr später das Ergebnis feststeht. "Es handelt sich dabei um ein äußerst komplexes Verfahren. Wir müssen in dem Vertragswerk regeln, was in den nächsten 20 Jahren beim Betrieb des Gymnasiums alles passieren kann", sagt Pöschl. Das restliche kommende Jahr stehe dann für die Planung zur Verfügung, Baubeginn soll im März 2012 sein - "wenn alles so läuft, wie wir es uns vorstellen". 15 Monate später könnte das Gymnasium bezugsfertig sein, sodass man dann rechtzeitig im Herbst 2013 mit dem Unterricht beginnen kann.

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Zurück zur Finanzierung: Zu den geschätzten Baukosten in Höhe von 21,8 Millionen Euro kommen Grundstückskosten in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro. Die Gesamtsumme (23,3 Millionen Euro) wird voraussichtlich mit 8 Millionen Euro vom Staat bezuschusst. Somit verbleiben 15,3 Millionen Euro, die sich Landkreis und VG im Verhältnis 78:22 teilen.

Der Landkreis muss somit in den nächsten 20 Jahren allein für die Baukosten 11,95 Millionen Euro, die VG 3,37 Millionen Euro für das Gymnasium zahlen. Hinzu kommen dann die Betriebskosten und Abschreibungen, sodass der Landkreis jährlich voraussichtlich 2 Millionen Euro im Jahr für die Schule aufbringen muss. Innerhalb der VG wiederum verteilen sich die 22 Prozent (3,37 Millionen Euro) auf die Gemeinden Lamerdingen (rund 330 000 Euro), Jengen (428 000 Euro) Waal (408 000 Euro) und Buchloe (rund 2,2 Millionen Euro).

"Ihren Anteil wird die VG aufnehmen müssen. Die 3,37 Millionen Euro werden dann über 20 Jahre hinweg über die VG-Umlage anteilsmäßig abbezahlt. Somit bleiben die jährlichen Belastungen für die Gemeinden relativ gering", sagt Geschäftsstellenleiter Artur Salger. Der Landkreis wird mit Übergabe des Gymnasiums im Sommer 2013 auch dessen Eigentümer. Der Investor betreibt das Gebäude. (kah)

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