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Erisried/Stetten

10.05.2018

„Haben Wichtigeres zu bearbeiten“

Apfelbaum (Symbolbild)
Bild: Ulla Gutmann

Das Apfelbaumproblem in Erisried scheint vorerst vom Tisch

Es war nicht ganz einfach, die erhitzten Gemüter zu besänftigen, aber schließlich gelang dies doch bei der Gemeinderatssitzung in Stetten. Der im Januar gefällte Apfelbaum in Erisried, der auf dem Grundstück vor der kleinen Mosterei vom Obst- und Gartenbauverein stand (die MZ berichtete), war noch einmal Thema bei der Sitzung. Bürgermeister Richard Linzing teilte mit, dass er den Mietvertrag gefunden hätte, in dem steht, dass der Obst- und Gartenbauverein nur das Gebäude gemietet hat, nicht das Grundstück davor, also auch nicht die kleine Wiese mit dem Apfelbaum. Dieses Grundstück ist damit unvermietetes Eigentum der Gemeinde und so durfte also nach Anweisung durch den Bürgermeister der Baum rechtmäßig gefällt werden.

Die Stimmung in Erisried bessert sich nach vielen Diskussionen

Linzing merkte außerdem an, dass sämtliche anfallenden Nebenkosten der Mosterei, wie Wasser, Abwasser, Kanal etc. von der Gemeinde Stetten übernommen und nicht vom Verein bezahlt werden.

Gemeinderatsmitglied Markus Hofmann hatte dann einen Lösungsvorschlag. Er hat kürzlich seinen Posten als Zweiter Bürgermeister niedergelegt und erklärte, dass er noch einen Monat seine Aufwandsentschädigung erhalten habe, obwohl er nicht mehr im Amt war. Diese 400 Euro will er in gleichen Teilen dem Verschönerungsverein und dem Obst- und Gartenbauverein spenden. Mit den 200 Euro könnte der Obst- und Gartenbauverein neue Bäume kaufen und pflanzen. „Ich wünsche mir nur, dass es bienenfreundliche Pflanzen sind, wie zum Beispiel Obstbäume,“ erklärte Hofmann weiter und sagte abschließend: „Damit sollte das Thema vom Tisch sein, wir haben wirklich Wichtigeres zu bearbeiten.“

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