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17.03.2009

Halle aus der Halle geschossen

Kaufbeuren Es war wohl das kürzeste Statement in der Geschichte der Eishockey-Pressekonferenzen, das Halles Trainer Jiri Otoupalik nach der Partie abgab. "Ich gratuliere zum Sieg. Kaufbeuren war in allen Belangen die bessere Mannschaft." In der Tat spiegelt selbst das deutliche 7:3 nicht gänzlich die Überlegenheit der Joker, die etwa dreimal so viele Torschüsse wie die Gäste hatten, in Zahlen wider.

So war auch Marcus Bleicher trotz des klaren Heimsiegs nicht komplett zufrieden. "Ich hatte schon gehofft, dass wir nach dem starken ersten Drittel mit Freude so weiter spielen und noch mehr Tore machen", so der Joker-Coach. Vor allem die persönlichen Statistiken und damit auch das Selbstvertrauen seiner Akteure hätten in dieser ungleichen Begegnung aufpoliert werden können: "Einige Spieler hatten die Chance, zwei oder drei Tore zu schießen."

Die Gründe dafür, dass er mit seiner Truppe so hart ins Gericht ging, sind in an der Ostsee zu finden. "Die Mannschaft hatte noch genug Reserven, die sie sich am Freitag eingespart hat", konnte sich Bleicher bei der Spielanalyse einen Seitenhieb auf die Niederlage in Rostock nicht verkneifen.

Doch gerade in der ersten Hälfte der Partie gelang es den Hausherren, sich zu rehabilitieren. Mit großer Spielfreude und Zug zum Tor erarbeitete sich der ESVK Chancen im Minutentakt. Pfosten, Latte, Pech und einige Nachlässigkeiten im Abschluss verhinderten ein Debakel für die bemitleidenswerten, weil überforderten Gäste. "Das hat richtig Spaß gemacht", urteilte Bleicher über das Startdrittel, das der ESVK mit 4:1 für sich entschied, jedoch auch schon doppelt so viel Tore hätte schießen können.

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Nur mit Halles Jäske wollte keiner raufen

Danach bezog das Spiel seine Spannung zunächst aus der Frage, ob es der Gastgeber auf ein zweistelliges Torkonto bringen würde. Nachdem klar war, dass die Kaufbeurer Kufencracks den Schongang bevorzugten, tauchte eine neue Frage auf: Schafft es Miika Jäske noch, einen Gegenüber für eine Rauferei zu finden? Zunächst forderte der Finne, der abgesehen von seinem Treffer, einzig durch Provokationen und Fouls auffiel, Bastian Hitzelberger heraus.

Doch der Verteidiger ließ sich ebenso wenig auf die Pöbeleien ein, wie kurz darauf Jordan Webb und Rob McFeeters. "Das sind ganz intelligente Spieler, die genau wissen, was sie machen dürfen und was nicht", so Bleicher über sein kanadisches Sturmduo. Allerdings zeigte sich selbst der stille McFeeters im Wortgefecht mit Jäske deutlich weniger wortkarg als Gäste-Trainer Otoupalik auf der anschließenden Pressekonferenz.

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