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Konzert

24.03.2015

Harfenklänge, die verzaubern

Monika Stadler konzertierte schon in vielen Ländern. Die Harfen-Vielfalt in Mindelheim jedoch nannte sie einzigartig.
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Monika Stadler konzertierte schon in vielen Ländern. Die Harfen-Vielfalt in Mindelheim jedoch nannte sie einzigartig.

Künstlerinnen zeigen die Vielfalt des majestätischen Instrumentes

Im „Hier und Jetzt“ zu sein bedeutete für die zahlreichen Gäste im Silvestersaal an diesem Abend, verzaubernden Harfenklängen zu lauschen und den Alltag zu vergessen. Das bedeutete aber auch, mit dieser Komposition von Carola Bodanowitz, das Konzert voll und ganz genießen zu können.

Es waren die zarten Klänge dieser wohl ältesten Musikinstrumente der Welt, die durch die verschiedenen Kompositionen nicht nur mit der Vielseitigkeit auch modern verfasster Werke begeisterten.

Ein besonderer Virtuose auf der Harfe war der irische Komponist Turlough O’Carolan (1670-1738). Nachdem er im jugendlichen Alter von achtzehn Jahren an den Pocken erkrankte und erblindete, finanzierte die Arbeitgeberin seines Vaters, Mrs. McDermott Roe, ihm ein dreijähriges Harfenstudium. Ganz zufrieden war er mit seinem Spiel nicht. Er war schließlich schon fast zu alt, um dieses königliche Instrument perfekt zu beherrschen. Er gilt jedoch bis heute als der größte Nationalkomponist Irlands. Immerhin schrieb er 200 überlieferte Werke, von denen er nur eines in englischer Sprache verfasste.

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Monika Stadler, Harfenistin, Komponistin, Dozentin, Produzentin und Vokalistin aus Österreich, schrieb für ihn die Komposition „Tribute to Carolan“.

Gemeinsam mit Carola Bodanowitz und deren Mindelheimer Harfenklasse mit Veronika Egger, Helena Hacker, Hannah und Katharina Müller sowie Iris Nierlich spielten sie diese Hommage gemeinsam, ein großartiges und harmonisches Zusammenspiel der unterschiedlichen Harfen. Da waren die Konzertharfe von Monika Stadler sowie einige Pedal- und Chromatische Harfen zu hören.

Monika Stadler war beeindruckt, sie sei schon fast überall auf der Welt aufgetreten, doch eine so große Vielfalt wie hier bei Carola Bodanowitz in Mindelheim habe sie noch nicht erlebt.

Sie selbst spielte einige ihrer temperamentvollen Werke wie das mystisch klingende „Preseli-Skies“. Inspiriert wurde das Stück von einer Hügelkette in Wales. Aus den Steinbrüchen dort stammen etliche der Monolithen von Stonehenge.

In Wales von der Muse geküsst

Stadler ließ ihre Harfe aber auch von der „Birke“ erzählen. In diese Komposition webte sie volkstümliche Elemente aus Finnland ein. Wieder in Wales deutete sie mit „Spirits of Air“ die Wellen des Meeres und des Grases auf den Hügeln an. Sie sagte: „Der Wind hat mit dem Wasser und mit dem Gras gespielt. Als ich das sah, hat mich die Muse geküsst.“

Da hieß es die Augen schließen und sich entführen lassen. Ihre flotten Weisen untermalte sie mit einigen Klangfarben ihrer Stimme, das erinnerte an Jazzinterpretationen.

Der besondere Konzertabend stand unter dem Motto „Coming Home“, einer Komposition von Monika Stadler, die sie gemeinsam mit Carola Bodanowitz spielte. Es sei wichtig, zu sich selbst zu finden, zu sich nach Hause zu kommen.

Natürlich gab es vom Publikum den mehr als wohl verdienten, kräftigen und lang anhaltenden Applaus. Die Künstlerinnen bedankten sich mit einer Zugabe, dem „Tribute to Carolan“. (sid)

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