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Haushalt

13.04.2015

Haselbach bekommt bessere Wasserversorgung

Die Gemeinde Eppishausen hat Geldsorgen, weil Gewerbeeinnahmen fehlen. Bürgermeister Josef Kerler ist trotzdem zuversichtlich

Dass man den Gürtel enger schnallen muss, war Bürgermeister Josef Kerler vor drei Jahren schon klar. Genauer gesagt zu dem Zeitpunkt, an dem die Firma Tricor bekannt gab, den Standort Eppishausen aufzugeben und nach Bad Wörishofen umzuziehen. Schon damals prophezeite auch der zweite Bürgermeister Johann Miller, dass es in den Folgejahren keine großen Investitionen geben könne. Das Ausbleiben der Gewerbesteuereinnahmen des Wellpappeherstellers hinterließ ein großes Loch im Geldbeutel der Gemeinde, das bis heute nicht geschlossen werden konnte. „Natürlich versuchen wir, neue Unternehmen anzulocken, aber wir haben hier keine Autobahn, wie größere Firmen sie benötigen“, sagt Josef Kerler.

Das schlägt sich auch im am Donnerstag einstimmig beschlossenen Haushaltsplan für das Jahr 2015 nieder. „Wir sind immer noch mitten in der Sparphase“, erklärt der Bürgermeister. Die gestalte sich jedoch relativ schwierig. Da sich bereits sämtliche Hebesätze, etwa für die Grundsteuer, am oberen Limit befinden, ist eine Steigerung der Einnahmen auf diesem Wege nicht möglich. In diesem Jahr brechen dann auch noch die Einnahmen durch die Gewerbesteuer weg, da die Gemeinde Eppishausen noch Rückzahlungen an Unternehmen leisten muss – im Haushaltsbericht beziffert der Kämmerer Josef Simon die Gewerbesteuereinnahmen im laufenden Jahr auf Null. Das Gesamtvolumen des Haushalts fällt mit 4585090 Euro deutlich geringer aus, als in den Vorjahren.

Große Projekte wird es also auch in diesem Jahr nicht viele geben. Die Planung sieht unter anderem die Überarbeitung der Wasserversorgung Haselbachs vor. Wegen eines erhöhten Keimbefalls im Sommer 2014 musste das Leitungswasser dort wochenlang abgekocht werden. „Das war schon lange notwendig, aber bisher einfach nicht zu finanzieren“, sagt Kerler. Außerdem ist der Bau eines Bürger- und Vereinsheims und des Feuerwehrhauses in Könghausen geplant. Finanzielle Belastung erzeugt zusätzlich die Tilgung der Kredite für die Sanierung von Kindergärten und Schule, die die Gemeinde anteilig mitträgt.

Zum Ausgleich des Haushalts muss die Gemeinde Eppishausen in diesem Jahr laut Planung 1,36 Millionen Euro an neuen Krediten aufnehmen. Aktuell liegt der Schuldenstand der Gemeinde, die mehr als 1800 Einwohner zählt, bei rund 560000 Euro. Um auf lange Sicht keine untragbare Summe an Schulden aufzubauen, empfiehlt Kämmerer Josef Simon in seinem Haushaltsvorbericht ein diszipliniertes Ausgabeverhalten.

In die Zukunft blickt Bürgermeister Kerler trotzdem voller Zuversicht. „Wir haben unsere Hausaufgaben bisher gut gemacht“, findet er. Er will die regionalen Handwerksbetriebe stärken und so die Wirtschaft ankurbeln. Dabei soll auch der Breitbandausbau helfen, der in den nächsten Jahren geplant ist.

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