Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff

Benefizkonzert

20.11.2019

Helfen mit Musik

Gemeinsam für die Sache von Schwester Karoline (von links): Gernot Grohs, Dietmar Gräf, Ursel Thiemann, Marianne Altstetter, Carmen Wolf und Sonja Sanders.
Foto: Maria Schmid

Bad Wörishofer unterstützen die Arbeit von Schwester Karoline

Es sind diese kleinen, feinen Konzerte im Festsaal des Dominikanerinnenklosters von Bad Wörishofen, die von Herzen kommen und die Herzen der Gäste öffnen. Sie lassen durchatmen und sich daran erinnern, dass es mehr gibt als ausgefüllte Tage mit den Sorgen des Alltags. Zumeist sind es hier die Meisterkonzerte, die die Besucher locken. Diesmal war es das „Kammerkonzert für Karoline“, ebenfalls dargeboten von Meistern ihres Faches – und noch dazu für den guten Zweck.

Initiator Dietmar Gräf gelang es wie bereits oft in den vergangenen Jahren, namhafte Musiker auch für dieses Konzert zu gewinnen. Gemeinsam mit der Vorsitzenden vom Ökumenischen Eine-Welt-Freundeskreises, Carmen Wolf, und ihrer Stellvertreterin Ursel Thiemann freute er sich über die große Besucherzahl. Das würde bedeuten, dass sie eine stattliche Summe für Schwester Karoline und ihre Projekte in Santiago de Chile würden überweisen können.

Der Erlös von 1170 Euro aus dem Konzert wurde vom Eine-Welt-Freundeskreis aufgestockt, so dass Schwester Karoline, die „Schwester Teresa Südamerikas“, 2000 Euro aus Bad Wörishofen erhält. Bestimmt ist das Geld für das Hilfswerk „Cristo vive“. Von diesem Hilfswerk werden über 30.000 Hilfsbedürftige in Chile, Bolivien und Peru unterstützt. Carmen Wolf verlas einen Brief von Schwester Karoline, in dem diese sich für die Hilfe herzlich bedankt.

Sie schreibt auch, wie schwierig es momentan durch die großen Unruhen in den Ländern ist, wirkliche Hilfe zu leisten. Es seien die sozialen Ungerechtigkeiten, die so große Sorgen bereiteten.

Gernot Grohs aus Leipzig ist durch etliche Konzerte mit Dietmar Gräf kein Unbekannter mehr in Bad Wörishofen. Auf Anfrage von Dietmar Gräf sagte er für dieses Konzert spontan zu. Der Musikwissenschaftler, Cello- und Viola da Gamba-Spezialist, hatte wieder ein besonderes Solo-Cello-Stück entdeckt. Beim „Adagio“ von R. E. Thiele war Dietmar Gräf am Steinway-Flügel sein Partner.

Ein andächtiges Gebet für Notre-Dame von R. L. Boellmann ließ Sonja Sanders an der Querflöte und Dietmar Gräf am Flügel hören. Den Engel des Friedens, „Angiol di pace“ von Vincenz Bellini, mit Flöte und Klavier, sang zudem die Sopranistin Marianne Altstetter. Sie kam, sang sich – trotz Fieber – mit den Liedern in die Herzen der Gäste. Einfach zauberhaft das „Ave Maria“ von Giulio Caccini und das „Panis Angelicus“ von César Franck oder das „Allerseelen“ von Richard Strauss, vertont nach einem Gedicht von Hermann von Gilm zu Rosenegg. Es waren jedoch noch weitere besondere Werke von Johann Sebastian Bach, John Rutter und Georg Friedrich Händel, die wie „Flammende Rose“ zu hören.

Mit dem „Wiegenlied“ von Johannes Brahms ging ein besonderes Konzert im Kloster viel zu schnell zu Ende. (sid)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren