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Ettringen

25.02.2020

Hey, was geht ab? In Ettringen feiern sie die ganze Nacht!

Wie hier im Saloon wurde auch auf den Faschingswagen ordentlich gefeiert. Doch auch die Narren am Straßenrand hatten beim Nachtumzug großen Spaß.
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Wie hier im Saloon wurde auch auf den Faschingswagen ordentlich gefeiert. Doch auch die Narren am Straßenrand hatten beim Nachtumzug großen Spaß.

Plus Rund 15.000 Narren feiern beim großen Nachtumzug in Ettringen. Auch von der Polizei gab es großes Lob für Veranstalter und Gäste.

Noch in der Nacht von Sonntag auf Rosenmontag waren gewaltige Sturmböen durch Ettringen gezogen. Nicht wenige dürften in dieser Nacht wach gelegen und um den Nachtumzug gefürchtet haben, der ja im vergangenen Jahr wegen Sturms abgesagt werden musste. (Mehr darüber hier: Nachtumzug: Narren in Ettringen blicken bange zum Himmel ) Doch zum Glück hat sich das Wetter beruhigt und dem Umzug stand nichts mehr im Wege.

In diesem Jahr waren es wieder um die 15.000 Schaulustige, die der Einladung der Faschingsgesellschaft Ettrinarria unter Präsident Jürgen Reiber gefolgt waren und in fantasievollen Kostümen für Stimmung sorgten. Auch bei den Ehrengästen ging es lustig zu: So wechselte der grüne Landratskandidat Daniel Pflügl , im wahren Leben Kriminalhauptkommissar, einmal die Seiten und erschien als Panzerknacker und der Landratskandidat der Freien Wähler, Alex Eder , schlüpfte just in eine Bauarbeiter-Kutte, wie sie CSU-Kontrahent Rainer Schaal auf seinen Wahlplakaten trägt.

Zahlreiche Schlachtrufe waren in Ettringen zu hören

Zwischen all die Schlachtrufe der Faschingsgesellschaften – etwa „Eviva Geltelonia“, „Staudengaudi, Staudengaudi - hey, hey, hey“ oder „Hiltonia Helau“ – mischte sich an diesem Abend sogar kurz ein „Vive la France!“. Denn, so verriet Bürgermeister Robert Sturm , unter den illustren Gästen der Wertachgemeinde befand sich an diesem Abend auch ein Franzose namens Philipp Hetault. Er ist laut Sturm ein regelrechter Faschingsfanatiker und jedes Jahr um diese Zeit im Unterallgäu. „So etwas wie unseren Nachtumzug in seinem französischen Heimatort aufzuziehen, das ist sein Ziel!“

Hey, was geht ab? In Ettringen feiern sie die ganze Nacht!

Das Ziel, beim legendären Ettringer Nachtumzug dabei zu sein, hatten sich unzählige Teilnehmer gesetzt. Und so war es einfach ein gewaltiger Farben-, Klang- und Bilderrausch, als über 100 Zugnummern ihren Weg an der Ehrentribüne vorbei Richtung Ortsausgang nahmen. Wunderbar anzusehen die vielen Hästräger wie etwa die Nellinger Gassa-Rassler, die Weberknechte oder Saubachhexen.

Langweilig wurde es den Zuschauern beim Nachtumzug auf jeden Fall nicht

Große Wagen, laute Musik, dazwischen Fußgruppen, versteckt hinter schaurig-bizarren Holzmasken. Guggamusiker, deren Takt einfach mitriss; Narrenzünfte, Faschingsfreunde, Schalmeienzüge und weitere Gesellschaften: Kurzum – es hat Spaß gemacht, und das auch den vielen Zuschauern. Ein dickes Lob gab es gestern dann noch von der Polizei. „Aus polizeilicher Sicht verlief der Umzug völlig unproblematisch und ohne Störungen oder Unfälle. Genauso verhielt es sich beim anschließenden Faschingstreiben“, heißt es im Polizeibericht. „Auch vom Rettungsdienst und der Feuerwehr gab es nur positive Rückmeldungen. Vier Personen mussten wegen Verletzungen und erhöhtem Alkoholkonsum ins Krankenhaus eingeliefert werden“, schrieb der Polizeisprecher.

Sie feiern die ganze Nacht: In Ettringen kamen 15.000 Narren zum Nachtumzug zusammen. Hier sind die Bilder von der Party.
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Beim Nachtumzug feiern in Ettringen 15.000 Narren
Bild: Albert Kleiner, Regine Pätz
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