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Projekt

31.08.2013

Hochwasserschutz schafft kleines Naherholungsgebiet bei Amberg

Gegenüber den Fußballplätzen in Amberg entstehen die Hochwasserschutzmaßnahmen der Gemeinde. Im Anschluss im Norden (Bild links neben dem roten Bagger) errichtet der FSV Amberg zwei neue Kleinspielfelder für die Jugend. Bagger schütten gerade den Humus auf und planieren die Spielflächen.
Bild: Barbara Knoll

Ein neuer, kurviger Bachlauf soll im Fall des Falles die Fluten bremsen

Amberg Seit 2004 beschäftigt sich der Amberger Gemeinderat, allen voran Bürgermeister Peter Kneipp, mit dem Hochwasserschutz für die Gemeinde. Im Vorfeld war der Hunger- beziehungsweise Tummelbach mehrmals bei starken Regenfällen randvoll beziehungsweise knapp über die Ufer getreten. Vor ganz großen Katastrophen blieb die Gemeinde Amberg trotz allem immer verschont, da die Niederschlagsmengen nie so schlimm waren wie in Nachbargemeinden.

Eine damals in Auftrag gegebene Hochwasserschutzstudie hat aber festgestellt, dass bei einem so genannten 100-jährigen Hochwasser die Bäche die Haupt- und Bergstraße bis hinunter zum Gemeindehaus überfluten und einen Schaden von rund 1,6 Millionen Euro verursachen würden. „Die Höhe eines möglichen Hochwasserschadens hat uns alle dann schon überrascht“, erinnert sich Kneipp.

„Ein Hochwasserschutz, der das verhindern kann, kostet inklusive Grundstückskauf aber nur 600000 Euro und so haben wir uns für diese Maßnahme entschlossen“, erklärt der Bürgermeister das Vorhaben. 75 Prozent der Kosten, also 375000 Euro werden zudem vom Freistaat Bayern gefördert.

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Drei verschiedene Alternativen hat ein Ingenieurbüro erarbeitet, zwei davon in Verbindung mit einer damals noch geplanten Umgehungsstraße. Da diese aber auf nicht absehbare Zeit zurückgestellt wurde, blieb nur eine Variante übrig. Diese wird nun gegenüber den Amberger Fußballplätzen, am südlichen Ortsrand, entstehen. Offizieller Baubeginn war am 22. Juli, heute sind schon verschiedenste Erdarbeiten abgeschlossen. Der 300 Meter lange Damm ist bereits zu erkennen.

„Wir bauen diesen Hochwasserschutz für unsere Bürger, damit sie jedem großen Regenguss sorglos entgegenblicken können“, so Kneipp. Durch die Verschwenkungen des Bachlaufes, die mit dem Wasserwirtschaftsamt abgesprochen sind, entstehe sogar ein „tolles, kleines, neues Naherholungsgebiet“. Die auf dem rechts stehenden Plan hellblau eingezeichneten Flächen seien die Einstauflächen, die sich ausschließlich auf Wiesen und Ackerflächen befinden. Maximal 16000 Kubikmeter Wasser könnten dort eingestaut werden.

Der kleine Hungerbach entspringt am südöstlichen Ortsrand von Wiedergeltingen. Er durchfließt den östlichen Teil von Wiedergeltingen in einer Verrohrung und dann oberirdisch die nördlich gelegenen Wiesen. An der Flurgrenze zu Amberg, wo die Hochwasserschutzmaßnahme entsteht, vereinigt sich der kleine Hungerbach mit einer Ableitung des großen Hungerbachs und fließt ab dann unterirdisch in einer Verrohrung weiter. Im Ortsbereich von Amberg tritt er als Tummelbach wieder an die Oberfläche. Im Rahmen der Amberger Dorferneuerung wird darüber nachgedacht, den innerörtlichen Bachlauf weiter freizulegen.

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