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Wertungsspiele

25.03.2013

Hörenswerter Wettstreit nach Noten

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Den fünf Preisrichtern bei den ASM-Wertungsspielen in Pfaffenhausen fiel die Bewertung nicht leicht. Zwei Tage lang haben sich 19 Kapellen aus der Region einen beeindruckenden musikalischen Wettstreit geliefert.

19 Kapellen aus der Region stellten sich in Pfaffenhausen dem Urteil der Jury

Pfaffenhausen „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.“ Wer die Wertungsspiele des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes (ASM) besuchte, wird dem Philosophen Friedrich Nitzsche sicher Recht geben. Zwei Tage lieferten sich 19 Kapellen aus der Region in der Dreifachturnhalle von Pfaffenhausen einen beeindruckenden klingenden Wettstreit. Der Andrang der Blasmusikfans war so groß, dass zeitweise nur noch Stehplätze zu haben waren.

Junge Dirigentinnen erstaunten die Zuhörer

ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster schwärmte denn auch von einer „hochkarätigen Veranstaltung“. Und was ihn besonders freute: „Ein deutlicher Leistungsschub bei den Jugendkapellen und dass mehr und mehr junge und gute Dirigenten den Stab schwingen. Der Beweis für seine Aussagen folgte auf dem Fuße. Mit Melanie Schmid stand beim Auftritt der Jugendkapelle des Musikvereins Kirchheim eine blutjunge Frau am Pult und gleich darauf dirigierte die 18-jährige Musikstudentin Marina Beer leidenschaftlich und mit viel Feingefühl die Musikanten aus Oberrieden. Ob deren tollen Agierens geriet nicht nur das erwachsene Publikum, sondern auch Laura Rogg ins Staunen. Mit 16 Monaten war sie wohl eine der jüngsten Besucherinnen.

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Viel Lob gab es auch für die Mitglieder des Musikvereins „Lyra“ aus Eppishausen. Als fleißige „Heinzelmännchen“ hatten die Ausrichter der Wertungsspiele logistische Schwerstarbeit zu leisten. Die „Blauhemden“ waren überall zur Stelle, wo Not am Mann war. Wie Bezirksdirigent Tom Liebchen gab sich auch Lyra-Vorstand Markus Heinzelmann überzeugt, „dass Niveau der Wertungsspiele und Leistungen der Instrumentalisten gegenüber den Vorjahren wesentlich gestiegen sind“.

Bei der Ermittlung der Bezirkssieger hatte es die fünfköpfige Jury, – alles ausgewiesene Blasmusikexperten – angesichts eines Riesenhörvergnügens, das die Kapellen boten, nicht gerade leicht. Was für die Preisrichter bei ihrer Bewertung neben Intonation, Stimmung, Rhythmik, Zusammenspiel und Klangfarbe sonst noch zählte, waren auch Tempo, Stilempfinden und der musikalische Gesamteindruck. Wie beim Eiskunstlauf waren Pflicht und Kür zu absolvieren. Aus einem Katalog des Bayerischen Blasmusikverbandes konnten sich die Teilnehmer ein Pflichtstück aussuchen, aber auch eine Komposition ihrer Wahl spielen.

Akteure begeistern mit großem Engagement

Den klingenden Wettstreit nach Noten und das Engagement der Akteure bewertete Rainer Kellmayer, der „Frontmann“ der Jury mit „bewundernswert“. Der Leiter der Musikschule Denkendorf wie auch seine Preisrichterkollegen waren vom hohen Niveau auch bei den höheren Leistungsstufen sehr angetan. „Wir vergeben unsere Noten völlig neutral und eher unter pädagogischen Aspekten“, machte er deutlich und verriet, dass die Jury den Dirigenten wertvolle Tipps zur musikalischen Entwicklung der Kapellen gibt.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Gerd Haldenmayr in bewährt launiger Art durch das Programm führte und sowohl mit Ergebnissen wie auch mit lustigen Witzen punktete. „Kennen sie den Unterschied zwischen einem Wertungsrichter und einem Lastwagen?“, fragte der das Publikum und gab prompt die Antwort zum Besten: „Ein Brummi hat wenigstens einen Anhänger.“

Nach den Wertungsspielen legen die Musiker eine kleine Verschnaufpause ein, bevor es vom 8. bis 12. Mai heißt: „Bühne frei für das 45. Bezirksmusikfest in Eppishausen und das 100. Gründungsjubiläum des Musikvereins „Lyra“. Eine gelungene Festschrift informiert über den genauen Programmablauf.

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