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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

13.06.2009

Im Heim daheim sein

Türkheim "Zu Hause sein - sich wohlfühlen". Seit 25 Jahren bemühen sich 40 Pflegekräfte und 20 ehrenamtliche Mitarbeiter, den Bewohnern des Kreisaltenheimes St. Martin dieses Gefühl zu geben. "Die Bedürfnisse und Wünsche der Heimbewohner haben oberste Priorität", macht Brigitte Kis deutlich. Seit 2005 betreut die Heim- und Pflegedienstleiterin mit ihrem Team derzeit 117 Senioren. Die Älteste zählt 101 Lenze.

"Wir setzen alles daran, um unseren "Gästen" zusammen mit deren Angehörigen den Lebensabend so angenehm wie möglich zu gestalten", versichert die Heimleiterin. Als alte "Häsin" in der Branche weiß sie, wovon sie spricht. Wer das Foyer des Kreisaltenheimes betritt, nimmt Brigitte Kis ihr Credo ab. Lautes Stimmengewirr macht sich breit, in der Halle herrscht reges Leben wie auf einem Marktplatz.

Der Eingangsbereich ist bei den alten Leuten als Treff sehr beliebt. Schließlich lässt sich von hier aus alles gut beobachten. Da saust Hannelore Liebchen mit ihrem Rollstuhl durch die Gänge und kuschelt mit einem Meerschweinchen. "Tiere sind auch Menschen" und als "Bezugspersonen" im Altenheim St. Martin gern gesehen. Fünf Haushunde und allerlei anderes Getier freuen sich über viele Streicheleinheiten.

Leben und aktiv sein

Im Heim daheim sein

"Bei uns leben die Menschen, sie sollen aktiv sein", kommentiert Heimleiterin Kis das muntere Treiben außerhalb des Wohnbereichs. Apropos Wohnen. Die Senioren können ihre Zimmer mit eigenen Möbeln ausstatten. So ist auch im vorgerückten Alter ein "Stück Zuhause" kein leeres Wort.

Die sportlichen und geselligen Angebote sind exakt auf die Klientel von St. Martin zugeschnitten. Im wöchentlichen Veranstaltungskalender stehen: Baden, Singen, Spielen, Gymnastik, Sitztanz, Hoigada und Gottesdienste. Besonders beliebt bei den Heimbewohnern ist Kraft- und Balancetraining. Da testen sie ihren Gleichgewichtssinn und die Kraft in den Extremitäten. Eine gute Prävention um Stürzen vorzubeugen. Neuerdings hat sich St. Martin auch auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege spezialisiert.

Heimleiterin Brigitte Kis kennt ihre "Pappenheimer" ganz genau, weiß um die Biografie jeder einzelnen "Persönlichkeit" und was die ihr anvertrauten Menschen noch vom Leben erwarten. "Wichtig ist, dass sie nicht den Kontakt zur Außenwelt, zur Bevölkerung verlieren", macht sie deutlich.

Im Markt unterwegs

So halten die Senioren regelmäßig ein Schwätzchen im Schlosscafé, besuchen mit ihren Betreuerinnen den Markt in Türkheim oder freuen sich über den Besuch von Vereinen aus der Region, die im Haus für Stimmung und Unterhaltung sorgen.

25 Jahre Kreisaltenheim St. Martin: Ein guter Grund, um einen Blick auf die Geschichte dieser sozialen Einrichtung zu werfen. Sie ist schnell erzählt. Im Jahre 1950 erwarb der Landkreis ein altes Lagerhaus am Bahnhof und machte daraus ein Heim für 110 Senioren. Wegen baulicher Mängel musste die Zahl der Bewohner nach einigen Jahren reduziert werden. Eine neue Lösung musste her.

Diese nahm 1984 mit dem Umzug in das Gebäude des am 31. Dezember 1983 geschlossenen Kreiskrankenhauses und dem Zukauf von Grundstücken - 3000 Quadratmeter - Gestalt an. Gleichzeitig wurde das Altenheim in der ehemaligen Kreisklinik um einen neuen sternförmigen Gebäudeteil erweitert. 85 Heimplätze kamen hinzu.

Eine eigene Chronik

Seit 1985 verbindet ein Quertrakt die Geschosse von Alt- und Neubau. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums gibt das Kreisaltenheim eine Chronik heraus, die das Auf und Ab seiner Geschichte in Wort und Bild lebendig werden lässt.

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