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Feuerwehr im Unterallgäu

25.11.2017

Immer mehr Einsätze für die Feuerwehr

In Nassenbeuren trafen sich die Feuerwehrkommandanten der Feuerwehrinspektion Ost des Landkreises.
Bild: Wolfgang Widemann

Bei der Dienstversammlung in Nassenbeuren informieren sich die Kommandanten über aktuelle Entwicklungen.

Um viele „nackte Zahlen“ ging es bei der Herbstdienstversammlungen der Kommandanten der Feuerwehrinspektion Ost des Landkreises. Was sich aber tatsächlich hinter solchen Statistiken verberge, so Kreisbrandinspektor Wolfgang Heimpel in seiner Begrüßung „welche Erlebnisse oder Eindrücke damit verbunden waren, das weiß jeder von Euch am besten“. Was der Einsatz jedes einzelnen in der freiwilligen Feuerwehr jenseits nüchternen Zahlenmaterials bedeutet, unterstrich auch Mindelheims Zweiter Bürgermeister Hans Georg Wawra in seinen Dankesworten. Der Dienst in der freiwilligen Feuerwehr lasse sich mit anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht vergleichen. Im Einsatz für Leib und Leben der Mitmenschen bei Wind und Wetter verdiene er besonderen Dank.

Nachwuchssorgen hat die Feuerwehr im Landkreis offenkundig nicht. Zu dieser positiven Entwicklung tragen nicht zuletzt die Jugendfeuerwehren bei, zu deren Gründung – wo noch nicht aktiv – Wolfgang Heimpel nachdrücklich aufrief. Das vergleichsweise kleine Siebnach gilt als ein Vorbild von insgesamt zwölf Jugendfeuerwehren. Dort sind 112 Jugendliche aktiv, davon 26 Mädchen. Ettringen stehe mit der Aufstellung einer weiteren Nachwuchsgruppe in den Startlöchern.

Der Großteil der Einsätze hat nichts mit Bränden zu tun

37 Feuerwehren mit insgesamt 1746 Feuerwehrdienstleistenden – davon 91 Frauen – nehmen im Bereich der Feuerwehrinspektion Ost die vielfältigen Aufgaben wahr. Im abgelaufenen Jahr waren es 788 Einsätze und damit 101 mehr als im Vorjahr. Die sogenannten „technischen Hilfeleistungen“ machen dabei beinahe die Hälfte aller Einsätze aus (44 Prozent) und sind mit 350 zahlenmäßig dreimal so hoch wie das Löschen von Bränden (14 Prozent). Das sei nicht neu, bestätige die Entwicklung der Vorjahre und erkläre sich aus der Vielfalt der unter dieser Bezeichnung zusammengefassten Einsätze: Hochwasser, Sturm, Verkehrsunfälle aber auch Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr, die Suche vermisster Personen und Tierrettungen gehörten in diese Rubrik. Auch Fehlalarmierungen machen mit elf Prozent an der Gesamtstatistik eine nicht zu vernachlässigende Größenordnung aus.

Wolfgang Heimpel wies darauf hin, dass sich dahinter nicht selten hochsensible Brandmeldesysteme als Ursache verbergen. Durch die flächendeckende Rauchmelderpflicht ab Januar 2018, müsse man eher noch mit einer ansteigenden Zahl rechnen. Die sollte als Begleiterscheinung höherer Sicherheit jedoch in Kauf genommen werden. Heimpel informierte dann noch über die personellen Neubesetzungen an den verschiedenen Standorten, über veränderte Organisationsstrukturen und Neuigkeiten im Digitalfunk. Bei Letzterem nimmt die Taktisch-Technische Betriebsstelle (TTB) zentrale Aufgaben wahr. Nicht unerwähnt blieb auch die Kreiseinsatzzentrale Unterallgäu (KEZ), die mit Fertigstellung des Feuerwehr-Neubaus in Mindelheim dort ihre Arbeit aufnehmen soll.

Neben Kreisbrandrat Alexander Möbus wandte sich Fach-Kreisbrandmeister Giovanni Aichele an die Führungskräfte. Er informierte zum brandspezifischen Löscheinsatz von Schaummitteln.

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