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Corona-Krise

19.01.2021

Impfteams stehen für Kaufbeurens Klinik-Personal bereit

Am Klinikum Kaufbeuren läuft die Impf-Kampagne. Das Foto zeigt (von links) Claudia Karg (Impfteam), Oberarzt Dr. Thomas Kehle (Leiter Impfteam), Chefarzt Prof. Dr. Helmut Diepolder (Pandemiebeauftragter), Axel Wagner (Pflegedirektor), Bettina Endres (Pflegekraft am Klinikum Kaufbeuren) und Helga Eckl (Impfteam).
Foto: Peter Schatz

Plus Am Klinikum Kaufbeuren werden Ärzte und Pflegekräfte gegen Corona geimpft. Die logistische Herausforderung ist groß – aber auch die Impfbereitschaft.

Bereits Ende Dezember gab es deutschlandweit die ersten Impfungen für Ärzte und Pflegekräfte – vor allem für diejenigen, die engen Kontakt zu Corona-Patienten haben. Auch am Klinikum Kaufbeuren läuft inzwischen die Impfaktion für Mitarbeiter, wie Oberarzt Dr. Thomas Kehle bestätigt. „In Kliniken und Altenheimen hat das Personal per Definition keine Möglichkeit, Abstand zu halten. Deshalb sind wir sehr froh, dass es nun mit den Impfungen losgeht“, sagt Kehle.

Nur durch Impfungen der Mitarbeiter könne die medizinische Versorgung der Covid-19-Erkrankten sowie aller anderen akut erkrankten Patienten in Kaufbeuren und im Ostallgäu gewährleistet werden.

Kehle, der seit März 2020 im Pandemie-Team mitarbeitet, fügt hinzu: „Da uns sowohl der Mitarbeiterschutz als auch die gesicherte Versorgung unserer Patienten sehr wichtig sind, haben wir durch gute Zusammenarbeit mit dem Impfzentrum sehr früh Impflieferungen für unsere Mitarbeiter erhalten.“ Zuvor gab es an den Kliniken in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe Informationsveranstaltungen zur Impfaktion, zudem wurden an allen Standorten Impfteams gebildet. Laut Kehle fanden sich dafür schnell Freiwillige allen Bereichen, die entsprechend geschult werden. Zudem steht allen Klinik-Mitarbeitern über eine zentrale Telefonnummer eine individuelle Impfberatung zur Verfügung.

Wieviel Impfstoff geliefert wird, ist oft erst wenige Stunden vor der Anlieferung bekannt

Die Impfung selber stelle eine „logistische Herausforderung“ dar, da oft nur wenige Stunden vor der Impflieferung bekannt ist, wann und wieviel Impfstoff geliefert wird. Der Biontech-Impfstoff muss beispielsweise innerhalb von drei bis vier Tagen injiziert werden, deshalb fanden die Impfungen zuletzt auch an Wochenenden und Feiertagen statt. Der Moderna-Impfstoff wiederum kann nicht an andere Kliniken transportiert werden, weshalb diese Impfungen für alle Mitarbeiter des Klinikverbundes in Kaufbeuren stattfinden.

„Dies alles ist nur möglich durch eine gemeinsame Teamleistung: von den Pandemiebeauftragten der Häuser über die Mitarbeiter der Verwaltung und der Pflege bis hin zu den ärztlichen Mitarbeitern ziehen alle an einem Strang“, meint Kehle.

Großer Wert werde dabei auf Freiwilligkeit gelegt. „Das Impfinteresse war von Beginn an hoch und steigt täglich“, sagt Kehle. Laut dem Oberarzt beweise die hohe Impfbereitschaft, dass jeder eine starke Initiative zeige, sich selbst und andere vor einer Covid-19-Infektion zu schützen. (mz)

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