Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. In Mindelheim wird die Jugendarbeit verwaltet

In Mindelheim wird die Jugendarbeit verwaltet

Kommentar Von Johann Stoll
25.01.2019

Der Jugendausschuss der Stadt Mindelheim gibt wenig Impulse, wie die Jugendarbeit verbessert werden kann, findet Johann Stoll.

Der Mindelheimer Stadtrat in der jetzigen Zusammensetzung amtiert im fünften Jahr. Das muss man wissen, um einordnen zu können, was da bei der jüngsten Sitzung im Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss geboten war. Einziger Tagesordnungspunkt: Florian Kastenmeier vom Kreisjugendring stellte im Fachausschuss die Arbeit des Kreisjugendringes vor.

Wer im Jugendausschuss mitwirkt, dem sollte aber längst geläufig sein, was der Kreisjugendring so alles bewegt in Mindelheim. Impulse aus dem Gremium, wie die Jugendarbeit verbessert werden kann, gab es nicht. Die Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:

  • Die Stadt überträgt die Jugendarbeit an den Kreisjugendring. Dafür zahlt sie 50 000 Euro im Jahr plus Mietkosten in nicht genannter Höhe für die Räumlichkeiten des Frox für die jüngeren Kinder und des Jim für die Jugendlichen.
  • Das Landratsamt wird nicht mehr Gelder für die Mindelheimer Jugendarbeit freigeben, weil Mindelheim genauso gut oder schlecht gestellt sein soll wie andere Orte, etwa Türkheim oder Ottobeuren.
  • Die Stadt sieht ihre Pflicht durch die Finanzierung des Kreisjugendringes erfüllt.
  • Ansonsten gibt es ja noch die Vereine von Sport bis Musik, die sich ja auch um die jungen Leute kümmern. Und nicht zu vergessen die Kirchen, die eine segensreiche Jugendarbeit leisten.

Tatsächlich erreicht der Kreisjugendring mit seinen Angeboten nur einen Bruchteil der mehreren tausend Jugendlichen, die in Mindelheim leben. 15 Personen kommen im Schnitt ins Frox, 20 bis 45 sind es im Jim. Das ist nicht viel. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte ist allerdings die verlässliche Ferienbetreuung, deren Bedarf offenbar immer noch wächst. Acht Wochen deckt der KJR im Jahr bereits ab.

An den Wochenenden weist die Jugendarbeit Schwächen auf. Da sind viele sich selbst überlassen, weil das Angebot überschaubar ist. Da hätte man sich vom zuständigen Fachausschuss schon ein paar Ideen gewünscht. Aber außer pauschalem Lob und dem Wunsch nach mehr Personal kam da nicht viel.

Lesen Sie dazu auch: Kümmerer für Mindelheims Jugend


Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

28.01.2019

Hinzuzufügen wären noch diverse "andere" Aktivitätgen der KJR wie z. B. die Unterstützung des Schul- und Erziehungswesens im Zuge der Ganztagsschulbetreuung etc. - Im Übrigen darf auch der Börsenstammtisch die Räume des Frox nutzen.1

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren