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Feuerwerk

30.12.2017

In der Silvesternacht wird am Kloster kontrolliert

Stadtverwaltung bittet die Feiernden, Dreck und Raketenreste nach der Party wieder wegzuräumen

Zum kommenden Jahreswechsel werden auch in Bad Wörishofen zahlreiche Feuerwerksraketen das neue Jahr begrüßen. Die Stadtverwaltung appelliert daher an alle Bürger, die Überreste des Silvesterfeuerwerks selbst zu beseitigen. Die abgebrannten Raketenteile sowie die Reste der Kracher sollten nicht auf den Straßen und Plätzen verstreut liegen bleiben, sondern spätestens am Neujahrstag eingesammelt und über den Restmüll entsorgt werden.

Weiter möchte die Verwaltung daran erinnern, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern und Altersheimen grundsätzlich verboten ist.

Im Bereich des Klosterhofes wird beim Jahreswechsel auch wieder verstärkt kontrolliert, nachdem in den letzten Jahren immer wieder mit Raketen gezielt auf die Klostermauern „geschossen“ wurde.“

Knalltraumata, Verbrennungen, zerfetzte oder abgerissene Körperteile und andere Verletzungen bis zum Tod: Das können die Folgen unsachgemäßen Gebrauchs von Silvesterknallern, aber auch das Abbrennen illegaler, selbst gebastelter Böller sein. Letzteres ist nicht nur (lebens)gefährlich, sondern auch strafbar.

Ein Infoblatt der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes klärt auf, was zu beachten ist. Es ist auch in Englisch, Französisch und Arabisch erhältlich. Es erläutert zudem, wo Käufer in Deutschland zugelassene Böller erwerben und woran sie diese erkennen können, nämlich an der Registriernummer und dem CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle.

Der Zoll hat an der deutsch-polnischen Grenze in diesem Jahr bereits deutlich mehr in der Bundesrepublik illegale Böller beschlagnahmt als 2016. Auch Knaller und Feuerwerk selbst herzustellen ist strafbar und lebensgefährlich, warnt die Polizei. Denn dabei können unter Umständen schon geringste thermische oder mechanische Einwirkungen zu einer Explosion führen.

Sachbeschädigungen, aber auch schwerwiegende Körperverletzungen bis hin zum Tod können die Folge sein. Zudem droht eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Nach Auskunft des Präsidiums Schwaben Süd/West dürfen Kleinfeuerwerke wie Raketen, Böller, Luftheuler und Fontänen nur an Erwachsene verkauft und nur von diesen ausschließlich am 31. Dezember und 1. Januar abgebrannt werden. Wer noch keine 18 ist, muss sich auf Kleinstfeuerwerk beschränken, das erst ab zwölf Jahren empfohlen wird.

Die Polizei gibt mehrere Tipps zum sicheren Nutzen von Feuerwerkskörpern. Dazu gehört:

Silvesterfeuerwerk soll nur in regulären Geschäften gekauft werden. Dort könne man sicher sein, in Deutschland zugelassenes, sicheres Feuerwerk zu erhalten. Auf jeden Fall sollte die Gebrauchsanleitung gelesen und eingehalten werden.

Nur Feuerwerkskörper verwenden, die optisch keine Mängel erkennen lassen. Fehlgezündete Feuerwerkskörper und Blindgänger nicht anzünden, sondern entsorgen.

Feuerwerkskörper nur auf ebenen und freien Flächen abbrennen. Immer einen Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten.

Sind an Feuerwerkskörpern Hilfsmittel zum sicheren Stand vorhanden, diese unbedingt nutzen.

Zum Abschuss von Raketen geeignete „Rampen“ (zum Beispiel schwere Flaschen) verwenden, Zündendes nie in der Hand halten.

Äste, Balkone oder andere Hindernisse dürfen nicht in der Flugbahn der Feuerwerkskörper sein.

Funktioniert das Feuerwerk nicht, mindestens 15 Minuten warten und sich in dieser Zeit nicht nähern. Danach kann es etwa in einen mit Wasser gefüllten Eimer gelegt und im Hausmüll entsorgt werden.

Das Abbrennen von Feuerwerk in geschlossenen Räumen ist streng verboten. Feuerwerkskörper dürfen auf keinen Fall in Richtung von Menschen, Tiere oder Sachen geworfen oder abgefeuert werden.

In der Silvesternacht sollten Fenster und Türen geschlossen sein, damit Querschläger keinen Brand im Innern verursachen.

Schreckhafte Haustiere sollten nicht alleine gelassen werden.

Wegen der großen Brandgefahr sind in Bayern Himmelslaternen verboten. Auch das Führen einer Schreckschuss- und Signalwaffe in der Öffentlichkeit ist verboten. Sofern dies Inhabern des kleinen Waffenscheins erlaubt ist, ist das öffentliche Schießen verboten. (mz)

Das Informationsblatt im Internet

polizei-beratung.de/medienangebot/detail/225-umgang-mit-silvesterfeuerwerk

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