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Bürgerversammlung

11.04.2014

In sechs Jahren viel geschafft

Zur letzten Bürgerversammlung von Bürgermeister Peter Schropp waren rund 50 Bürger gekommen. Sie gaben seinem Nachfolger Siegfried Jakob und den neuen Gemeinderäten mehrere Anregungen mit auf den Weg.
Bild: baus

Stettens Bürgermeister Peter Schropp zieht eine positive Bilanz. Die Bürger rücken Verkehrsprobleme in den Fokus

Nimmt man die jüngste Bürgerversammlung zum Maßstab, kann es um Stetten so schlecht nicht bestellt sein: Rund 50 Bürger waren zum letzten Auftritt des scheidenden Bürgermeisters Peter Schropp in die Gemeindegaststätte gekommen und zeigten in den Wortmeldungen, dass sie mit der Politik in weiten Teilen sehr zufrieden sind. Josef Wissmiller lobte Bürgermeister und Gemeinderat sogar ausdrücklich für sehr viel Gelungenes wie die Brücke über den Auerbach.

Auch die Bilanz von Peter Schropp fiel durchweg positiv aus. So sei es etwa gelungen, die Pro-Kopf-Verschuldung auf 785 Euro zu senken, bereits zum fünften Mal in Folge würden keine Darlehen aufgenommen. Der Hochwasserschutz sei abgeschlossen und habe sich im Mai bereits bewährt. Das Kanalnetz und die Wasserversorgung seien in gutem Zustand, allerdings müsse der Wasserpreis in den nächsten Jahren überprüft werden.

Bei seinem Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre sagte Schropp: „Wir sind schon ein bisschen stolz auf das, was wir geschafft haben.“ Als Beispiele nannte er unter anderem den Ausbau der Breitbandversorgung, die Renovierung des Gasthauses Pfarrstadel in Erisried, den Geh- und Radweg nach Oberauerbach, die Anschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge, die Erschließung des Baugebiets Stetten-West mit 22 Plätzen, die Ansiedlung der Firma Baypack und die Zufahrt zur Nordsiedlung in Stetten. „Die Gemeinde ist damit ein ganzes Stück weitergekommen und konnte einige Wünsche der Bürger erfüllen“, so Schropp. Einige neue Anregungen gaben die Zuhörer Schropps Nachfolger Siegfried Jakob und dem neuen Gemeinderat in der anschließenden Diskussion mit auf den Weg. Hier ein Überblick über die Beiträge, die der Zweite Bürgermeister Franz Kuen moderierte:

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Renate Hering sorgt sich um die Sicherheit in der Bergstraße. Gerade im Bereich der Engstelle könne es für Fußgänger gefährlich werden. Sie regte eine Tempo-30-Zone an – was laut Kuen aber nicht so einfach ist. Er sei bereits mit der Polizei vor Ort gewesen, die auch in einer Einbahnstraßenregelung keine Lösung sah. Er hofft auf eine Umgestaltung im Zuge der Dorferneuerung. „Das ist ein heißes Eisen“, sagte er. „Wir packen das Thema immer wieder an und kommen nicht weiter.“

Helmut Zink wünschte sich ein Verkehrsmessgerät für die Unggenrieder Straße. Es soll zeigen, dass einige Autofahrer dort viel zu schnell unterwegs sind.

Xaver Hering befürchtet, dass die Brücke an der Bachstraße, die auf Lasten von maximal zwölf Tonnen beschränkt ist, schweren Lastwagen oder den Langholzfuhrwerken, die das Sägewerk anfahren, nicht mehr lang standhält. Auch hier verwies Kuen auf die Dorferneuerung.

Obwohl Lastwagenfahrer, die von der Autobahn kommen, die Firma Sauter am Ortseingang eigentlich kaum übersehen können, vertrauen offenbar viele auf ihr Navigationsgerät und steuern sie über die Ortsmitte und den Auerbachweg an. Christel Hein, die an der Ecke Unggenrieder Straße/Auerbachweg wohnt, würde das gerne mit einem Sperrschild oder zumindest einem großen Hinweisschild am Ortseingang unterbinden. Die Lastwagen schrammten nämlich oft nur wenige Zentimeter an ihrem Haus vorbei und beschädigten regelmäßig die Steine in ihrem Hof.

Josef Wissmiller bat, den Lärmschutz an der Bahnlinie im Zuge der Elektrifizierung nicht zu vernachlässigen. Das, so Kuen, liege auch im Interesse der Gemeinde. „Wir wollen nicht die gleichen Fehler machen wie damals bei der A96.“

Um den Bestand der Stettener Grundschule zu sichern, regte Alfons Hering an, dass die Kinder aus Erisried künftig nicht mehr in Dirlewang zur Schule gehen, sondern in Stetten. Das diene auch der Dorfgemeinschaft. Das Thema wird bereits seit mehreren Jahren diskutiert.

In seinem Schlusswort dankte Schropp dem Gemeinderat und seinem Stellvertreter für die gute Zusammenarbeit sowie den Bürgern für ihr Vertrauen. Als „Glücksfall für die Gemeinde“ hob er Gemeindearbeiter Hubert Schuster hervor. Sein Dank galt zudem seiner Familie, die in seinen 24 Jahren als Gemeinderat, zwölf Jahren als Zweiter und sechs Jahren als Erster Bürgermeister oft auf ihn habe verzichten müssen. Nach all den Jahren sei es „einfach Zeit geworden, aufzuhören“. Ein so langes Engagement setze eine gewisse Liebe zur Gemeinde voraus – und er sei „fast immer gerne“ für sie tätig gewesen. Seinem Nachfolger und den neuen Räten wünschte er „ein glückliches Händchen bei allen ihren Entscheidungen“.

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