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28.11.2018

Jahrzehnte für das Ehrenamt

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für das Rote Kreuz und den Malteser-Hilfsdienst zeichnete Landrat Hans-Joachim Weirather im Beisein von Claudia Britzger von der Malteser-Geschäftsführung Augsburg, BRK-Kreisgeschäftsführer Willi Lehner sowie Stephan Winter (nicht im Bild) und Erika Freuding vom BRK-Kreisvorstand Unterallgäu zehn Frauen und Männer mit Ehrenzeichen in Gold und Silber aus. Im Bild von links: Weirather, Britzger, Max Rogg, Peter und Gerda Schmidt, Lehner, Waltraud Marz, Erna Dittrich, Gerhard Scholz, Dr. Anton Meier, Christa Graach, Thomas Rosenberg, Freuding und Peter Stockklauser.
Bild: Vögele/LRA

Diese aktiven Helfer von Rotem Kreuz und Malteser-Hilfsdienst wurden vom Landrat ausgezeichnet

Seit Jahrzehnten zeigen sie eine außerordentliche Einsatzbereitschaft und übernehmen durch ihr ehrenamtliches Engagement in einer Hilfsorganisation laut Landrat Hans-Joachim Weirather eine besondere soziale Verantwortung: Die zehn Frauen und Männer, die jetzt für ihr Engagement für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) oder im Malteser-Hilfsdienst mit dem Ehrenzeichen am Bande des bayerischen Innenministers ausgezeichnet wurden. „Keinem von Ihnen geht es ums Nehmen, Sie alle wollen geben“, betonte Weirather und überreichte das Ehrenzeichen in Gold an Christa Graach, Erna Dittrich und Gerhard Scholz (BRK-Bereitschaft Mindelheim), an Dr. Anton Meier und Thomas Rosenberg (BRK-Bereitschaft Bad Wörishofen) sowie von den Maltesern an das Ehepaar Gerda und Peter Schmidt (Bad Wörishofen) und Max Rogg aus Mindelheim. Ehrenzeichen in Silber erhielten Peter Stockklauser (BRK Mindelheim) und Waltraud Marz (BRK Bad Wörishofen).

Ein wahrer „Glücksfall“ für die BRK-Bereitschaft Mindelheim sei Christa Graach, betonte Weirather. Sie sei 1977 der Frauen-Bereitschaft Mindelheim beigetreten und habe sich dort von Anfang an immens engagiert. 1989 habe sie den Grundstein für etwas gelegt, das heute aus Mindelheim nicht mehr wegzudenken sei: den BRK-Senioren-Treff. „Dank ihres Engagements ist der Senioren-Treff zu einer Institution geworden“, betonte Weirather.

Wie Christa Graach sei aber auch Erna Dittrich aus der BRK-Bereitschaft Mindelheim nicht mehr wegzudenken. Ihr ehrenamtliches Engagement habe ebenfalls schon im Jahr 1977 begonnen. Von Anfang an habe man sich immer auf sie verlassen können, so der Landrat. Bei unzähligen Veranstaltungen habe Erna Dittrich ihre freie Zeit für den Sanitätsdienst investiert und sei für das Team des Blutspendedienstes eine ebenso wichtige Stütze wie für das Team des Rot-Kreuz-Ladens in der Mindelheimer Kornstraße gewesen.

Ebenfalls 1977 habe die Verbindung von Gerhard Scholz zur BRK-Bereitschaft Mindelheim begonnen – seit 1997 sei er neben seinem ehrenamtlichen Engagement auch hauptamtlich in der BRK-Geschäftsstelle tätig, so der Landrat. Ein großes Anliegen sei Scholz von Beginn an die Aus- und Fortbildung gewesen. Federführend sei er zudem am Aufbau der Schnell-Einsatz-Gruppen beteiligt gewesen. Als Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbandes stelle er neben Fachwissen auch Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl unter Beweis.

Dr. Anton Meier sei im Mai 1977 in die Sanitätskolonne der Bad Wörishofer BRK-Bereitschaft eingetreten und in der Folge über viele Jahre hinweg als Bereitschaftsarzt unterwegs gewesen. Weirather hob in seiner Laudatio Meiers beliebte Vorträge hervor.

Thomas Rosenberg sei ein weiteres Beispiel für die „gelungene Kombination einer haupt- und einer ehrenamtlichen Tätigkeit“ beim Roten Kreuz, so der Landrat. Neben seiner Arbeit im Rettungsdienst stehe Rosenberg dem BRK weit darüber hinaus als wertvolle Stütze vor allem in der Breitenausbildung, bei Vorträgen oder auch als Sanitäter im Kurhaus zur Verfügung.

Zu den tragenden Säulen der Malteser gehöre das Ehepaar Gerda und Peter Schmidt aus Bad Wörishofen seit über 40 Jahren und gebe sein breites Wissen gerne und äußerst kompetent weiter. Während Gerda Schmidt seit 1988 Ausbildungsreferentin der Ortsgruppe sei, sei ihr Mann von Beginn an als Vorstandsmitglied, Helfervertreter und Bundesdelegierter aktiv. Hinzu kämen humanitäre Auslandseinsätze etwa in Polen, Rumänien, Moskau, Petersburg oder Bosnien.

Als „Malteser mit Leib und Seele“ sei Max Rogg in Mindelheim bekannt, betonte Weirather. Er sei beeindruckt von der langen Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten und dieser „außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte mit einer großartigen Bilanz der Menschlichkeit“: Rogg sei zusammen mit Peter Schmidt maßgeblich verantwortlich für die Gründung der Malteser-Gliederung Mindelheim im Jahr 1978. Seit dieser Zeit engagiere Rogg sich unter anderem als Zugführer, Gruppenführer, in der Sanitätsbereitschaft, bei Lebensmittel- oder Krankentransporten und humanitären Auslandseinsätzen oder auch als Bundesdelegierter und in der Vorstandschaft sowie im Katastrophenschutz.

Das Metier von Waltraud Marz seien die Sanitätsdienste der BRK-Bereitschaft Bad Wörishofen und so sei sie bei Veranstaltungen im Kurhaus regelmäßig anzutreffen, so Weirather. In den vergangenen 25 Jahren habe sie so viele freie Wochenenden in den Dienst des Roten Kreuzes gestellt und sei darüber hinaus auch eine aktive Helferin im Blutspendedienst.

Peter Stockklauser wohne zwar in Mittelneufnach, sei aber als „alter Mindelheimer“ der BRK-Bereitschaft sowohl hauptberuflich im Rettungsdienst als auch ehrenamtlich seit 1992 verbunden, so der Landrat. Stockklauser werde in der Bereitschaft als offenes und aktives Mitglied geschätzt und sei immer zur Stelle. (mz)

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