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Festival I

24.10.2017

Jazz als Generationenprojekt

Winfried Hofer ist Gründungsmitglied der Big Band – das ist 26 Jahre her.
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Winfried Hofer ist Gründungsmitglied der Big Band – das ist 26 Jahre her.

Talente der Region präsentieren sich als „Aljbaba“. Auch die Musikschule mischt mit

So schnell kommt man sonst nicht auf die große Bühne: Die Nachwuchsmusiker der „AllgäuJugendJazzBandBadWörishofen“ – kurz Aljbaba genannt – durften mit Harald Rüschenbaum beim Festival „Jazz goes to Kur“ in Bad Wörishofen auftreten. Für sie war es ein großer Anreiz, sich in Workshops dem Jazz nicht nur anzunähern, sondern ihn zu interpretieren und einem begeisterten Publikum zu zeigen, was sie bereits gelernt haben. Fünf Stücke – in kürzester Zeit einstudiert – gaben sie zum Besten. Dass es diese Möglichkeit gibt, ist auch Mäzen Hans-Joachim Kania zu verdanken, der seine Lebensgefährtin Marieluise Vorwerk mit ins Boot holte, sodass die Finanzierung auch für die nächsten fünf Jahre – zweimal im Jahr – gesichert ist. Sie möchten, dass die jungen, jazzinteressierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiter gefördert werden. Harald Rüschenbaum, ein international gefragter Schlagzeuger und Workshop-Dozent, ist unter anderem künstlerischer Leiter des Landes-Jugendjazzorchester Bayern. Er sagte, die jungen Musiker sollten sich nicht nur auf das Notenblatt konzentrieren, die Noten nicht nur lesen, sondern sie bekämen so einen Zusammenhang, er könne sein Wissen weitergeben und die Jugend fördern: „Der Prozess ist wichtiger als das, was zu hören ist. Ihnen kann dabei selbst viel bewusst werden.“ Das bestätigte auch Phineas Engl (14 Jahre), der aus der Nähe von Ebersberg kommt. Er spielte ein tolles Solo an seinem Saxofon. Er erzählte, er habe seit rund sechs Jahren Unterricht. An Workshops, auch bei den „Jazz Juniors“ vom Landes-Jugendjazzorchester Bayern mitzumachen, sei ihm wichtig. Sein Freund Stefan Schmauch (17 Jahre) aus Kaufbeuren ist der Neffe von Tiny Schmauch. Dieser ist Dozent für Improvisation, Harmonielehre und Jazzgeschichte, außerdem Vorsitzender der Allgäuer Jazz Initiative. Stefan Schmauch sagte, er sei, wie einige andere auch, die beim „Aljbaba“ mitmachten, von Tiny Schmauch dazu animiert worden. Die Workshops hätten richtig Spaß gemacht, da komme immer etwas Gutes dabei heraus.

Hervorragend angenommen wurde auch die „JazzKur Big Band der Irmgard Seefried Sing- und Musikschule Bad Wörishofen“ unter der bewährten Leitung von Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer. Dieser freute sich, dass die Big Band weiter wachse, es immer wieder Neuzugänge gebe.

Dabei erwähnte er natürlich nach nun 26 Jahren des Bestehens, dass Winfried Hofer, einst sein Schüler am Saxofon, inzwischen das älteste Gründungsmitglied sei, der sein Können mit dem Solo „Sentimentel Mood“ von Duke Ellington bewies. Larissa Strodl glänzte mit ihrem Sax-Solo „Stranger On The Shore“ von Mr. Acker Bilk. Die beiden Solistinnen Alexandra Jörg und Jutta Filser gaben mit „Joe Cocker“ alias Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer „Can You Leave Your Hat On Live“ zum Besten.

Das Publikum war verständlicherweise total begeistert. (sid)

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