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Kunstausstellung

06.05.2016

Jedes Bild erzählt eine Geschichte

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2 Bilder
Im Mittelpunkt von Gudrun Daums Bildern steht immer der Mensch.

Gudrun Daum stellt im Kleinen Schloss aus. Ein wenig Provokation darf es dabei sein

Sie sind durchweg faszinierend – die Bilder der Malerin Gudrun Daum aus Kaufering, die sie derzeit im Kleinen Schloss in Türkheim präsentiert. Mit bewundernswerter Kreativität lässt die Künstlerin die äußerst sehenswerten Produkte ihrer fantasiereichen Gedankenwelt entstehen, in denen als Mittelpunkt immer der Mensch „agiert“. Jedes ihrer Kunstwerke erzählt eine andere Geschichte über die Dinge des Lebens wie Liebe, Sexualität, Aggression, Einsamkeit und Tod. Abstrakter Realismus, mutig und leicht provokativ, beherrschen Daums vielfältige Gemälde und Zeichnungen. Neben einem fast romantisch anmutenden „Sommer am Meer“ sind auch Titel wie „Begierde“ oder „Bondage“ – mit einem Hauch von „Fifty Shades Of Grey“ – zu sehen. Die kräftigen Acrylfarben der meist großformatigen Bilder leuchten dem Betrachter wie eine Einladung entgegen.

Der Einladung zur Vernissage, die durch Zweiten Bürgermeister Walter Fritsch stimmig eröffnet wurde, waren zahlreiche Kunstinteressierte jeden Alters gefolgt. Dass sie beeindruckt sei, sagt die 88-jährige ehemalige Grafikerin Ingeborg Müksch nach ihrem Rundgang durch die Ausstellung und fügt lächelnd hinzu: „Es ist anders als zu meiner Zeit.“ Schon in frühester Jugend hat sich das Leben von Gudrun Daum, die inzwischen selbst Mutter von drei Kindern ist, um die Malerei gedreht und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wie hätte sie auch anders diese umfangreiche Sammlung ihrer hervorragenden Werke erstellen können? Für diverse Kunstpreise – unter anderem 2015 für den Kunstpreis Bad Wörishofen – war Daum bereits nominiert, und schon heute darf sie stolz sein, 2019 wegen ihrer „frischen Malkunst“ bei der Internationalen Ausstellung „Dualism in Men’s Live“ im Kulturklub Europäisches Patentamt München, mit dabei zu sein. Rainer Walch,Vorsitzender vom Kunstverein Landsberg, brachte es bei seiner Einführungsrede im Schloss auf den Punkt: „Authentisch ist, dass sie in ihrer Kind- und Jugendzeit ständig zeichnerisch unterwegs war. Sie zeichnete alles mit Wachskreiden, Ölkreiden, Straßenkreiden auf alles, was sich nicht bewegen konnte, also auch auf Wände und Tapeten, was ihr auch oft sehr viel Ärger einbrachte. Ja Gudrun Daum ist eine angesagte, akademisch ausgebildete und diplomierte Künstlerin, die in der Kunstwelt angekommen ist.“ Tochter Antonia Daum mit Freundin Lusia Wimmer spielten zwischendurch gekonnt auf ihren Violinen. (thess)

Ausstellung ist im Kleinen Schloss noch am Samstag, 7. Mai, und Sonntag, 8. Mai, jeweils von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

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