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Mindelheim

11.08.2015

Jetzt sind die Arbeiter dran

Bitte draußen bleiben! Auch der Eingangsbereich des Maristenkollegs wird jetzt in den Ferien neu gestaltet.
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Bitte draußen bleiben! Auch der Eingangsbereich des Maristenkollegs wird jetzt in den Ferien neu gestaltet.
Bild: Johann Stoll

Während der Schulbetrieb ruht, wird an vielen Ecken im Maristenkolleg etwas erneuert. Für alle Klassenzimmer gibt es jetzt Schallschutzdecken.

Eine Schule kommt niemals ganz zur Ruhe. Das gilt auch für die Sommerferien. Wo sich Ende Juli noch 1500 Schülerinnen und Schüler getummelt haben, haben Bauarbeiter und Putzkolonnen die Regie übernommen. Das Maristenkolleg in Mindelheim ist zur Bau- und Putzstelle geworden – wie jedes Jahr um diese Zeit.

Bei einer so großen Schule wie dem Mindelheimer Maristenkolleg mit mehr als 70 Klassenräumen muss jedes Jahr saniert und erneuert werden. In diesem Sommer werden bis zu 400 000 Euro investiert, sagt Schulleiter Gottfried Wesseli, für den die Ferien erst in ein paar Wochen beginnen werden. Der Direktor kümmert sich neben der Leitung des Gymnasiums auch um alle baulichen Angelegenheiten der gesamten Schule, zu der ja auch eine Knabenrealschule gehört.

Gebaut wird hauptsächlich in den Ferien

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Gebaut werden kann in erster Linie nur in den Ferien, weil sonst der Unterricht zu sehr gestört werden würde. Die Räume des Fachtraktes, wo zum Beispiel der Werkunterricht stattfindet, sind allerdings bereits vor drei Wochen leer geräumt worden. Sonst würde die Zeit bis Mitte September zu knapp, wenn die Schule wieder beginnt. Die Klassenräume erhalten nach und nach Schallschutzdecken. Neue Werkzeugschränke werden hier angeschafft. 200 000 Euro allein kostet die Sanierung dieses Gebäudeteiles. Werken und textiles Gestalten sind eines der Angebote des Maristenkollegs, das staatliche Schulen gar nicht mehr anbieten. „Wir sind aber der Meinung, dass es für die Kinder in der fünften und sechsten Klassen wichtig ist, dass sie auch etwas mit ihren Händen machen“, sagt Wesseli. Der Lehrplan sieht das nicht mehr vor.

Beim Schallschutz steht die meiste Arbeit noch bevor. Derzeit ist nicht einmall die Hälfte der Klassenzimmer mit Schallschutzdecken ausgerüstet. Deutlich weiter ist die Schule bei der Ausstattung mit Medientischen. Über sie lassen sich Computer anschließen, die mit dem Internet verbunden sind. Via Beamer können die Ergebnisse vergrößert an die Wand projeziert werden. Auch ein DVD-Laufwerk gehört dazu. Weil jeder dieser Medientische 5000 Euro kostet, sie das ein ziemlicher Kraftakt, sagt Wesseli. Die Hälfte der Klassenzimmer ist aber bereits nachgerüstet.

Die klassischen Kreidetafeln bleiben

Die klassischen Kreidetafeln bleiben aber auch in den Räumen, aus pädagogischen Gründen. Eigenes Schreiben, sagt der Direktor, festige die Gedächtnisleistung. In England würden interaktive Whiteboards bereits wieder aus den Klassenzimmern verbannt.

Gearbeitet wird auch am Eingang der Schule. Der gesamte Bereich wird erneuert. Derzeit sind Arbeiter mit staubigen Abbrucharbeiten befasst. Im Westgang der Schule sind die Teppiche von den Wänden verschwunden, ebenso in anderen Teilen des Gebäudes. Dasselbe gilt für die Gänge der Dreifachturnhalle, die auch ihr dunkles Bild verlieren sollen.

Teilweise werden Schüler die Wände dann bemalen. Die von Erwin Holzbaur geschaffenen Frieße übrigens sind alle digitalisiert und auf der Internetseite des Maristenkollegs abrufbar.

Freuen dürfen sich auch die Lehrkräfte. Sie haben ein neues Arbeitszimmer erhalten. Noch effektiver wird das Lernen für die Schüler. Die Schülerbücherei und die außergewöhnlich gut ausgestattete Studienbibliothek bilden im neuen Schuljahr eine neue Einheit. Dazu wurde extra eine Tür in eine Wand eingesetzt. Schüler können dann von 7.30 bis 16.30 Uhr in beiden Bibliotheken schmökern und lernen.

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