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Wettbewerb

02.10.2015

Jetzt spielen sie alle in der ersten Liga

Konrad Rebholz (Vizepräsident der HWK Schwaben, von links) gratulierte Christian Mayer, Anna Schöffel und Andreas Schorer – gemeinsam mit Ulrich Wagner (Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben).
Bild: Handwerkskammer

59 Kammersieger werden ausgezeichnet – darunter auch vier Unterallgäuer

„Leidenschaft weitergeben!“ – so lautet das Motto des neuen Imagefilms des Deutschen Handwerks, der zum Auftakt der Abschlussfeier des praktischen Leistungswettbewerbs gezeigt wurde. Die Leidenschaft für das Handwerk und den eigenen Beruf stellte Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner in den Mittelpunkt und gratulierte den 59 Junghandwerkern zum Kammersieg. Diese hatten in einem spannenden Wettbewerb ihr Können in der Praxis unter Beweis gestellt. Die Bewertung wurde anhand von Arbeitsproben und Gesellenstücken vorgenommen.

Vor mehr als 350 Gästen lobte HWK-Vizepräsident Konrad Rebholz die Spitzenkräfte des schwäbischen Handwerks für ihr außergewöhnliches Talent und ihren Fleiß, ihre Ausdauer und Disziplin. „Erst wenn das alles zusammenkommt, dann sind große Erfolge möglich.“

Die Liste der diesjährigen Sieger zeigt die Bandbreite im Handwerk: Neben erfolgreichen Mechanikern und Metallbauern gibt es auch eine Goldschmiedin, einen Müller und eine Keramikerin. An dem Wettbewerb konnten sich Nachwuchshandwerker bis 25 Jahre beteiligen. Gemeldet wurden Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2015, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren Bezirken abgelegt hatten.

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Die Kammersieger aus dem Unterallgäu sind:

Anna Schöffel aus Apfeltrach (Glass GmbH, Mindelheim)

Siegfried Holzmann aus Markt Wald (Stadler GmbH, Pfaffenhausen)

Zerspanungsmechaniker, Drehmaschinensysteme: Christian Mayer aus Eppishausen (Hans Sauter GmbH, Stetten)

Zerspanungsmechaniker, Fräsmaschinensysteme: Andreas Schorer aus Breitenbrunn/Loppenhausen (Rampp Maschinenbau GmbH & Co. KG, Schöneberg)

Während bei manchem Gewerk das Gesellenstück bewertet wurde, mussten in anderen Berufen – beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk – zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. Der Kammersieg ist die Voraussetzung, an weiteren Berufswettbewerben teilzunehmen. So sind die nächsten Ebenen der Landes- und der Bundeswettbewerb.

Vizepräsident Konrad Rebholz zeigte sich begeistert. „Im Fußball würde man sagen: Sie spielen in der ersten Liga. Und wer dort angekommen ist, kann die Meisterschaft ins Auge fassen. Das ist auch im Handwerk die Königsdisziplin.“ Er ermunterte die jungen Leute, ihren Berufsweg konsequent weiter zu verfolgen und dabei auch die Selbstständigkeit im Auge zu haben. Sorge bereitete ihm die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Obwohl die Zahl der abgeschlossenen Verträge auf gleichem Niveau wie im Vorjahr liegt, konnten hunderte Lehrstellen nicht besetzt werden. „Die vielen Flüchtlinge, die jetzt zu uns kommen sind zwar eine Chance, aber es wäre eine Illusion zu glauben, dass diese Zielgruppe allein unser Fachkräfteproblem lösen kann“ sagte er.

Dank zollte Rebholz den Ausbildern in den Unternehmen. Fünf Ausbilder wurden mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten. Zwei weitere Silberne Ehrennadeln wurden für langjährige Tätigkeit in den Prüfungsausschüssen verliehen.

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