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Familienbefragung

13.04.2015

Jugendliche wünschen sich mehr Vielfalt

Stephanie Weißfloch, Annette Plepla, Simone Wagner, Christine Mayr, Susanne Weinreich, Stephan Winter, Christel Lidel, Florian Kastenmeier, Elisabeth Ginter, Oswald Erdinger, Inge Haggenmüller, Andreas Göster und Ute Bergmaier (von links) sprachen über die Ergebnisse der Familienbefragung.
Bild: Ursula Kiefersauer

Vor allem für 15- bis 18-Jährige gibt es in Mindelheim zu wenig attraktive Angebote

Was ist wirklich dringend, um Familien in Mindelheim das Leben zu erleichtern? Was wäre mittelfristig sinnvoll und was muss Wunschdenken bleiben, weil es nicht finanzierbar ist? Die umfassende Befragung der Mindelheimer Familien hat erwartungsgemäß ein ebenso umfassendes Antwortpaket ergeben. Die wichtigsten Ergebnisse sind online unter www.mindelheim.de einsehbar. Jetzt stehen in erster Linie Stadtrat und Bürgermeister vor der Herausforderung, aus dem Wunschkatalog das Machbare und für möglichst viele Sinnvolle herauszufiltern.

Bevor sich der Stadtrat eingehend mit den Ergebnissen befassen wird, haben sich Mitglieder des Netzwerks Familie und Bürgermeister Stephan Winter zu einer zweieinhalbstündigen Diskussionsrunde über die Ergebnisse der Befragung getroffen.

Grundsätzlich sieht der Bürgermeister in den Ergebnissen eher Bestätigung. Insgesamt seien die Familien sehr zufrieden. Allerdings hätten sich überwiegend jene beteiligt, denen es gut geht. Dagegen hätten vergleichsweise wenige Ausländer oder Alleinerziehende an der Befragung mitgemacht.

Die generell gute Lage der Familien habe mit der guten Arbeitsmarktlage in Mindelheim zu tun, waren sich die Teilnehmer der Runde einig. Gute Jobs kämen besonders den Familien zugute. Dabei wurde auch die besondere Bedeutung der Grobwerke betont.

Diskutiert wurde über folgende Problemfelder:

Jugendliche: Besonders für 15- bis 18-Jährige fehlen passende Angebote. Hier wurde eine größe Vielfalt gewünscht. Dafür sollten auch entsprechende Räume geschaffen werden. Eine Chance bietet nach Meinung der Diskussionsteilnehmer das Maristeninternat. Dort könnte die Idee eines „sozialen Zentrums“ für Mindelheim verwirklicht werden. Die Stadt wolle ein solches Konzept umsetzen, sagte der Bürgermeister. Das sei keine Utopie mehr.

Seitens des Kreisjugendringes hieß es, dieser bemühe sich, Jugendlichen Angebote zu machen, die ihnen ein „Gefühl der Geborgenheit“ geben. Eltern müssten ihre Kinder aber selbst erziehen. Jugendliche bräuchten Aufgaben. In Projektarbeiten wäre dies am besten zu realisieren.

Wohnraum: Insbesondere Familien mit mehr Kindern haben Probleme, geeigneten Wohnraum zu finden. Es fehle an Geschoßwohnungen in der Kreisstadt. Änderungen kann es hier nur mittelfristig geben.

Spielplätze: Eltern sollten Spielplätze nicht als Abschiebemöglichkeit für Kinder sehen. Sie seien auch dort verpflichtet, sich um ihre Kinder zu kümmern, hieß es.

Bürgermeister Winter sagte, ein Mitarbeiter des Bauhofs sei für die Pflege der Spielplätze abgestellt. Für die Neuanschaffung von Spielgeräten stünden pro Jahr 10 000 Euro bereit. In der Befragung hatten Familien kritisiert, dass die Spielgeräte zum Teil „langweilig“ seien.

Verkehr: Den Familien seien vor allem sichere Radwege für die Schulkinder wichtig. Auch ein Ausbau des Busverkehrs in kleinen Schritten – auch zu den Ortsteilen – werde gewünscht. Die Stadt, versicherte Winter, nehme Verkehrsprobleme sehr ernst. Er sagte zu, dass die Verwaltung alle angesprochenen Orte mit Verkehrssachverständigen ansehen werde. Probleme sollten gelöst werden.

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