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Konzert

16.05.2018

Jung und Alt für Alt und Jung

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2 Bilder
Karl Jannetti an seiner Gitarre (linkes Bild) und seine Familie musizierten gemeinsam mit dem Männerchor. Zahlreiche Sänger wurden geehrt: (vorne v. l.) Anton Schmid (40 Jahre), Erwin Strodel (50), Heinz Böck (40), Siegfried Böck (60), Hans Strodel (60), (hinten v. l.) Herbert Rabus, Vorsitzender des Sängerkreises Unterallgäu, Alfred Strodel (40), Josef Stadler (40), Franz Karmann (40), Manfred Müller, Vorsitzender des Männerchors Markt Wald-Oberneufnach und Leiterin Daniela Dworschak.
Bild: sid

Beim Männerchor Markt Wald kommen erfahrene Sänger und junge Nachwuchsmusiker zusammen und erfreuen so das Publikum

Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik ist die menschliche Stimme – davon war nicht nur Komponist Richard Wagner überzeugt, sondern auch die Zuhörer im Adlersaal, in dem die Sänger des Männerchors Markt Wald-Oberneufnach ihre Stimmen erhoben. Andächtig lauschten sie den von Dirigentin Daniela Dworschak ausgesuchten altbekannten Liedern wie „Nun will der Lenz uns grüßen“ oder die „Zwei Lieder des Glücks“. Überzeugt war auch der Dichter Johann Christoph Friedrich von Schiller, als er sagte: „Gesang und Liebe in schönem Verein. Sie erhalten dem Leben den Jugendschein.“

Das bewahrheitete sich an diesem sommerhaften Frühlingstag in besonderem Maße. Denn wo gab es einen besseren Beweis für den „Jugendschein“, als wenn gleich acht Sänger für ihren jahrzehntelangen Gesang im Männerchor geehrt werden konnten? Das übernahm der neue Vorsitzende des Sängerkreises Unterallgäu, Herbert Rabus, der die Nachfolge von Elfriede Brennich übernommen hat. Er sagte: „Es ist eine schöne Sache, wenn man hier sieht, dass 40, 50 und 60 Jahre Singen zwar Zeitaufwand und Arbeit bedeutet.“

Doch die Sänger zeigten, dass ihre Stimmen nicht nur zum Reden, sondern vor allem zum Singen eingesetzt werden. Denn nicht nur Augustinus habe gewusst, dass Singen gesund ist. Rabus meinte launig: „Seht euch die Herren einmal an!“ Thomas Müller, der Vorsitzende des Männerchores und Geschäftsführer beim Sängerkreis Unterallgäu, nannte das Motto des Konzertes: „Jung und Alt singen für Alt und Jung“. Wie wahr! An den frühlingshaft gedeckten Tischen nahmen tatsächlich alle gemeinsam Platz, zumal sie alle nach dem Konzert ein reichlich gedecktes Kuchenbuffet und Kaffee erwartete.

Doch zuvor gab es Liedgut und instrumentale Einlagen zu genießen. Und wenn auch noch emotional gesungen wurde: „Gern hab’n tuat guat“, in dem es heißt: „Unsre zwa Herzn im gleichn Takt schlagn und die Gedankn dasselbe oft sagn, gern habn tuat guat, gern habn is schen, des Gfühl soll niamehr vargehn“. Da meinte ein Gast: „Das ist so schön, diese alten Lieder zu hören!“ Schön anzuhören waren auch die Einlagen zwei junger Künstler, die beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert an ihren Instrumenten erste Plätze belegt hatten: Karl Jannetti an der Gitarre und Ferdinand Jannetti an der Tuba. Vater Mathias unterstützte in gewohnt souveräner Weise den Männerchor an Keyboard und Klarinette. An der Tuba glänzte Ferdinand unter anderem mit einem virtuosen Werk von Benedetto Marcello. Karl ließ das „Peace“ von John Golland hören. Dass auch sie dafür großen Applaus erhielten, war mehr als wohlverdient. Thomas Müller vergaß nicht, allen für ihren Einsatz zu danken, auch den Helfern vor und hinter der Bühne. (sid)

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