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17.06.2009

Keine vorschnelle Entscheidung

Stockheim/Bad Wörishofen "Die Realisierung des Mastbaus im Wörishofer Osten war der Stadt seit Monaten bekannt. Zu keinem Zeitpunkt gab es Vereinbarungen über eine Verschiebung des genehmigten Bauvorhabens. Weder von Überraschung noch von vorschneller Entscheidung kann hier die Rede sein," so Thomas Lichtenberger von O2 in einer Presseerklärung. Telefonisch bekräftigt er zudem, dass noch in diesem Jahr der Sendemast am Waldsee gebaut wird. Soweit das Rathausdach für O2 weiter zur Verfügung stehe und auch mit UMTS aufgerüstet werden könne, sei die Versorgung dann optimal. "Wenn das Rathausdach in Zukunft von O2 nicht mehr genützt werden kann, werden 2010 bis 2011 voraussichtlich zwei bis drei neue Standorte für O2 in der Wörishofer Innenstadt benötigt," stellt Lichtenberger mit Nachdruck fest. Er könne die Verweigerungshaltung seitens der Stadt (Ablehnung des Bauantrages und Überlegungen hinsichtlich der Vertragsverlängerung Rathausdach) nicht nachvollziehen.

Die Stadt Bad Wörishofen sei seit Januar 2008 über die Standortsuche von O2 zur Versorgung von Gartenstadt und Stockheim informiert gewesen, hätte auch alternative Standorte für geplante Mobilfunkanlagen benennen können. Diese Möglichkeit sei laut Lichtenberger seitens Stadt nicht genutzt worden. Mit der Baugenehmigung vom 23. April 2009 habe das Landratsamt das gemeindlich verweigerte Einvernehmen ersetzt, O2 besitze Baurecht.

Der Sendemast bei Stockheim wird mit drei Sektoren (Richtung Osten nach Stockheim, Richtung Süden nach Schlingen und Richtung Westen zur Gartenstadt hin) ausgerüstet sein. Jeder habe zwei Kanäle a 40 Watt. Von, wie von den Bürgerinitiativen immer wieder kritisierten, Leistungsungewissheit könne also laut Lichtenberger nicht geredet werden. Der Sendemast am Waldsee werde mit der gleichen Kapazität gebaut. Vorerst verwende O2 noch die ältere Technik GSM, mit UMTS werde zu einem späteren Zeitpunkt aufgerüstet.

O2 entkräftet Salzburger Vorsorgewert

Bereits in den vergangenen Jahren seit 2006 habe O2 der Stadt schriftlich und in persönlichen Gesprächen die Untauglichkeit externer Standortkonzepte erläutert und den Mythos Salzburger Wert entkräftet. Grundlage der Standortdiskussion sei im Rahmen des Mobilfunkpaktes Bayern für O2 immer der konkrete Bedarf zur Versorgung der Menschen mit hochwertigen Telefonier- und Datendienstleistungen in einem bei jedem Netzbetreiber unterschiedlichen Mobilfunknetz. "2009 rechnen wir mit bis zu einer Verdreifachung der Datennutzung," so Lichtenberger. Angesichts der sehr emotional und unsachlich geführten öffentlichen Diskussion verstehe er Besorgnisse im Zusammenhang mit den Anlagen, halte sie jedoch nicht für begründet. Die Bevölkerung sei ausreichend vor gesundheitlichen Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder geschützt. Dies bestätige die Mobilfunkforschung ebenso wie die Strahlenschutzkommission und internationale Fachgremien. Die deutschen Grenzwerte folgten internationalem Standard und werden von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. "Im Gegensatz dazu werden die sogenannten Salzburger Vorsorgewerte ohne jegliche haltbare wissenschaftliche verbreitet. Sie widersprechen geltendem Recht in Österreich und werden weder von Netzbetreibern in Österreich akzeptiert noch in Salzburg selbst eingehalten", so Lichtenberger.

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