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28.07.2017

Kinder und Räder stehen in den Startlöchern

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Die Kinder der dritten und vierten Klassen der Pfarrer-Kneipp-Grundschule Bad Wörishofen nahmen ihren neuen Verkehrsübungsplatz schon einmal unter die Lupe. Künftig üben hier auch die Schüler aus Türkheim, Amberg, Wiedergeltingen, Ettringen, Tussenhausen und Markt Wald.
Bild: Markus Heinrich

Der neue Verkehrsübungsplatz in Bad Wörishofen soll Schüler aus sieben Gemeinden auf den Straßenverkehr vorbereiten. „Es war ein langer und schwerer Weg“, sagt Bürgermeister Paul Gruschka. Ehre für einen großen Gönner.

Die Fahrbahnen sind asphaltiert, die Verkehrszeichen beschafft, im neuen Gebäude stehen die Fahrräder in Reih und Glied, bereit für den Einsatz: Der neue Verkehrserziehungsplatz in Bad Wörishofen ist fertig. Gemeinsam mit den Dritt- und Viertklässlern der Pfarrer-Kneipp-Grundschule übergab Bürgermeister Paul Gruschka ihn gestern seiner Bestimmung. Gruschka dankte dabei besonders Mäzen Hans-Joachim Kania, der seine Spende für den Verkehrsgarten zuletzt auf 171000 Euro aufgestockt und damit praktisch voll bezahlt hat. An diese Großzügigkeit erinnert künftig eine Tafel an der Gebäudewand.

Unserer Zeitung sagte Kania, für ihn sei „heute ein Traum in Erfüllung gegangen“. Es sei ein großes Projekt für Kinder in Bad Wörishofen entstanden. „Und es ist ein Vermächtnis meiner Frau.“ Maria Paijmans-Kania hat diesen Tag nicht mehr erleben dürfen. An die zwischenzeitlich verstorbene Gönnerin erinnerten sowohl Gruschka als auch Pfarrerin Andrea Diederich bei der gemeinsamen Segnung des Platzes mit Kaplan Florian Bach. Nicht nur für den Verkehr, sondern für das Leben sollen die Kinder auf dem Platz lernen, betonte Diederich. Einen Verkehrsgarten gebe es in der Bibel zwar nicht. Aber wenn Gott diesen Platz nicht segne, hätten die ausbildenden Polizisten und Betreuer hier sicher „eine Menge Trouble“, ließ die Pfarrerin die Kinder wissen.

Eine Menge „Trouble“ gab es auch in der Zeit, als ein neuer Standort für den Verkehrsübungsplatz gesucht wurde. Daran erinnerte Bürgermeister Gruschka in seiner Rede: „Es war ein langer und schwerer Weg.“ Rund 500 Unterschriften seien im April 2014 gegen den Standort im Park an der Kaufbeurer Straße gesammelt worden. Mit dem Bau der Dreifachturnhalle fiel der alte Platz weg. Seither pendelten die Wörishofer nach Pfaffenhausen. „Mancher glaubte gar, dass der heutige Standort nun gestorben sei“, berichtete der Bürgermeister. Im Oktober 2014 habe man sogar gemeinsam mit den Bürgermeister Robert Sturm, Sebastian Seemüller und Peter Kneipp den Bau eines Verkehrsgartens in Ettringen diskutiert.

Viele Gegner hätten befürchtet, dass Bäume für den Verkehrsgarten fallen müssten. „Ich habe dennoch stets daran geglaubt, dass eine für beide Seiten gute Lösung möglich sein muss“, sagte Gruschka. Auch sei es wichtig gewesen, mit dem Standort in die unmittelbare Nähe der Schule zu kommen, was nun gelungen sei. „Mir war es wichtig, dass unsere Kinder zu Fuß von der Pfarrer-Kneipp-Schule den Verkehrserziehungsgarten erreichen können“, so Gruschka. Kein einziger Baum habe zudem gefällt werden müssen. Sieben Prozent des Parks seien versiegelt worden. Zwischenzeitlich sei man auch der Forderung des Stadtrates nach einer Kostenreduktion nachgekommen. Gruschka erinnerte auch daran, dass die Spende Kanias zuletzt auf der Kippe stand. Damals wurde im Stadtrat darüber diskutiert, ob eine Spende in dieser Höhe von einem bis dato nicht öffentlich bekannten Spender angenommen werden dürfe. Er sei seiner Frau Gertrud dankbar dafür, dass sie noch während der Sitzung die Erlaubnis von Hans Kania einholte, seinen Namen zu nennen. Auch Rektor Günter Blasini zeigte sich erfreut über die neue Übungsmöglichkeit, um die Kinder auf „den Verkehrsdschungel“ bestens vorbereiten zu können. Diesen Aspekt betonte auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl. Bad Wörishofen könne sich glücklich schätzen, dass es engagierte Menschen wie Hans Kania gebe. Die Schüler durften sich nach vielen Reden am Ende über eine Brotzeit freuen.

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31.07.2017

Äußerst fragwürdig ist es die Person des Landtagsabgeordneten POHL einzuladen, der bekannterweise mehrfach seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben mußte. Einmal sogar mit Todesfolge!

Ist es wirklich angemessen Herr Bgm. Gruschka so ein äußerst schlechtes Vorbild für unsere Kinder zur Einweihung des Verkehrsübungsplatzes einzuladen, nur weil er bei den Freien Wählern ist?

Was tragen eigentlich die anderen Gemeinden zum Unterhalt des Platzes und der Fahrräder bei Herr Gruschka?

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