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Türkheim

12.11.2019

Kindergartengebühren kommen erneut auf den Prüfstand

Zwei neue Kindergärten baut der Markt Türkheim derzeit: Beim Kindergarten St. Josef und beim Kindergarten St. Elisabeth (Foto) werden rund 130 Kindergarten- und -hortplätze entstehen. Insgesamt sollen beide Neubau-Projekte 6,2 Millionen Euro kosten, auf 3,3 Millionen soll sich der staatliche Zuschuss inklusive Sonderförderung summieren, sodass am Ende rund 2,9 Millionen Euro Eigenanteil aus der Türkheimer Gemeindekasse gezahlt werden müssen.
Foto: Alf Geiger

Plus Die Erhöhung der Kindergartengebühren ließ in Türkheim die Wellen hoch schlagen. Jetzt wird neu entschieden: Gibt es gute Nachrichten für Eltern?

Heftigen Protest vor allem von betroffenen Eltern hatte die Erhöhung der Kindergartengebühren im Sommer 2018 durch den Gemeinderat ausgelöst. Viele Eltern ärgerten sich, weil der Markt die Gebühren für die Betreuung der jüngsten Türkheimer damals deutlich erhöht hatte. Vor allem die deutliche Erhöhung der Gebühren für eine Betreuung der Kinder am Nachmittag war den jungen Familien ein Dorn im Auge und auch im Marktrat regte sich Widerstand.

Nach einer Probephase beschäftigten sich die Türkheimer Kommunalpolitiker dann in diesem Sommer erneut mit dem Thema und der Gemeinderat nahm sich vor, noch vor dem Jahreswechsel die Gebührenkalkulation noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Das wird in der Sitzung am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr abgearbeitet.

Die Türkheimer Gemeinderäte können aus mehreren Varianten über neue Kindergartengebühren auswählen

Bürgermeister Christian Kähler machte auf Anfrage unserer Zeitung deutlich, dass es dabei „vor allem um die Anpassung der Gebühren am Nachmittag“ gehen werde, da hier ein Sprung in der aktuellen Gebührentabelle festzustellen sei. Es gehe um eine mögliche Angleichung, daher habe die Verwaltung dem Gemeinderat eine Auswahl an Varianten vorbereitet, was dann – im Falle einer Zustimmung – laut Kähler in vielen Buchungsbereichen eher zu einer kleinen Reduzierung, gerade bei längeren Buchungszeiten, führen werde.

Die betroffenen Eltern übten heftige Kritik an der Gebührenerhöhung: „Hat Türkheim kein Herz für Familien?“

Passend zum Thema hat die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, der ebenfalls in die Zukunft reicht: Weil der Bedarf an Kindergartenplätzen angesichts der neuen Baugebiete in Türkheim trotz der beiden Neubauten bei St. Josef und St. Elisabeth weiter steigen werde, wollen die Genossen schon jetzt die Weichen stellen und noch vor der Planung und Ausweisung des Baugebietes „Südlich der Ramminger Straße“ einen Standort für einen weiteren Kindergarten festlegen.

Schon jetzt müsse der Markt Türkheim bereits fünf Kindergartengruppen in Übergangslösungen anbieten, die auf Dauer aber gar nicht genehmigt seien, heißt es in dem SPD-Antrag. Es handle sich dabei um die Gruppen St. Josef (Untergeschoss), St. Elisabeth (Aquarium), Schwesternheim in der Ludwig-Auerbacher-Straße, die Krippe im Winzhaus und die Wichtelstube. Schon im Dezember 2018 habe die SPD-Fraktion darauf hingewiesen.

„Wir möchten mit unserem Antrag sicherstellen, dass in diesem großen, neuen Wohngebiet ein Kindergarten eingeplant und entstehen wird“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Fritsch auf Anfrage der MZ. Schließlich sei „im Flächennutzungsplan schon seit eh und je vorgesehen, dass in einem zukünftigen Baugebiet „südlich der Ramminger Straße“ ein Kindergarten entstehen soll“, so Fritsch.

Die Türkheimer Rathausverwaltung nahm zur Kritik Stellung: Gebührenerhöhung: Jetzt spricht der Kämmerer

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