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Kirchheim

23.10.2019

Kirchheimer Jugendliche finden Frankreich klasse

Freuen sich schon auf das Wiedersehen: (von links) Noah Heinzelmann aus Eppishausen, Mario Defrancesco aus Derndorf und Pascal Lutzenberger aus Kirchheim, mit Margot Sommer, der Vorsitzenden des Freundeskreises.
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Freuen sich schon auf das Wiedersehen: (von links) Noah Heinzelmann aus Eppishausen, Mario Defrancesco aus Derndorf und Pascal Lutzenberger aus Kirchheim, mit Margot Sommer, der Vorsitzenden des Freundeskreises.
Bild: jsto

Kirchheimer und Tussenhausener waren in der Mayenne. Sie sind mit guten Eindrücken zurückgekommen und freuen sich schon auf den nächsten Sommer.

Natürlich waren sie vor der Reise alle aufgeregt. Allein ohne Eltern sollte es für Jugendliche aus Kirchheim und Tussenhausen mit dem Bus in ein Land gehen, dessen Sprache sie nicht sprechen: nach Frankreich in die Region Mayenne in der Bretagne. Für einige der 14-Jährigen war es das erste Mal überhaupt, dass sie die Grand Nation besucht haben. Sie sind alle begeistert zurückgekehrt und freuen sich schon auf den nächsten Frühsommer. Da organisiert der Deutsch-Französische Freundeskreis Kirchheim-Renazé mit seiner Vorsitzenden Margot Sommer wieder eine Fahrt in die Partnerregion.

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Für Noah Heinzelmann aus Eppishausen und Pascal Lutzenberger aus Kirchheim war diese Reise eine Entdeckung. Wenn es mit der Familie in Urlaub ging, war es noch nie über den Rhein gegangen. Frankreich also, eine Premiere für die beiden 14-Jährigen. Immerhin: Die Gastfamilie war ihnen nicht ganz unbekannt. Sie war schon wiederholt in Kirchheim. Und die Mutter spricht gut Deutsch, sodass Sorgen, sie könnten sich nicht verständigen, erst gar nicht aufkamen. Als junge Frau lebte die Französin drei Jahre als Krankenschwester in München. Ihr ist der Jugendaustausch zwischen Deutschland und Frankreich eine Herzensangelegenheit.

14 Stunden lang fuhren die Jugendlichen aus Kirchheim und Tussenhausen nach Frankreich

14 Stunden saßen die 16 Kirchheimer und 26 Tussenhausener Jugendlichen mit ihren vier erwachsenen Betreuern im Bus, bis sie in Laval waren, der Hauptstadt des Departements. Noah fand es gar nicht so viel anders als daheim auch. Er hat sich ganz schnell so wohl wie zuhause gefühlt. Die Leute seien sehr nett gewesen, erzählt er. Sie hatten sich rührend darum bemüht, dass sich die Unterallgäuer wohlfühlen. Da sind sie auch mit Gleichaltrigen in Kontakt gekommen. Das anfängliche Fremdeln war rasch vorbei, weil immer etwas geboten war, was die Jugendlichen gemeinsam unternehmen konnten.

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Die ersten zwei Tage lebten sie bei Familien. Dann ging es in ein Camp an einem Freizeitsee. Mario Defrancesco aus Derndorf fand es klasse, dass sie dort Wake-Boarden durften. Und wer Golf spielen wollte, konnte auch das. Fürs Essen haben die Mitglieder des Partnerschaftsvereins gesorgt. Das haben sie frisch gekocht angeliefert.

Noah hat es prima geschmeckt, wie auch den anderen. Gries mit Hühnchen, aber auch Ratatouille kam auf den Teller, der klassische französische Gemüseeintopf. Und auch gegrillt wurde gerne. Zu jedem Essen wurde Baguette gereicht, das französische Stangenbrot.

Beim Volleyball und Fußball wurde der Austausch lebendig

Besichtigt haben sie die mittelalterliche Altstadt von Sainte-Suzanne. Dazu zählte auch eine Burgruine. In einer Papiermühle wurde ihnen gezeigt, wie Papier hergestellt wird. Und sie durften das auch selbst probieren. Pascal fand das Automobilmuseum besonders interessant, das sie besichtigen konnten. Mit den jungen Franzosen haben sie Volleyball und Fußball gespielt. Da waren fehlende Sprachkenntnisse nicht so wichtig.

Für Mario Defrancesco war die Fahrt aber noch aus einem besonderen Grund eine Offenbarung. Mario interessiert sich für Steine, die er sammelt. Und weil in der Mayenne überall wunderschöne Schieferplatten herumliegen, hat er zwei Brocken mit nach Hause genommen. Seine ganz persönlichen Stücke Frankreich hütet er jetzt wie seinen Augapfel. Die Fahrt übrigens wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Bezirk Schwaben gefördert.

Hier erfahren Sie mehr über den Freundeskreis Kirchheim - Renazé: Neue Spitze beim Freundeskreis

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