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Jahresschlusssitzung

02.01.2019

Kirchheimer blicken auf große Herausforderung

Florentina und Paulina (rechts) vom Blasorchester Kirchheim.
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Florentina und Paulina (rechts) vom Blasorchester Kirchheim.

Das Bürgerhaus ist das Zukunftsthema Nummer eins. Der Ort wächst dank neuer Baugebiete

„Meiner Meinung nach war das Jahr 2018 für Kirchheim wieder ein arbeitsreiches aber auch erfolgreiches Jahr“, sagte Bürgermeister Hermann Lochbrunner bei der Jahresschlusssitzung des Marktrates. Die Ausweisung neuer Baugebiete schlage sich nun auch in der Entwicklung der Einwohnerzahlen nieder. Am Ende des Jahres wohnten im Fuggermarkt 2628 Personen, dies seien 71 mehr als vor einem Jahr. Bei seinem Ausblick nannte Lochbrunner das neue Bürgerhaus als das Thema der kommenden Jahre.

Im ablaufenden Jahr konnte die Gemeinde in Hasberg 19, in Spöck fünf, in Derndorf 13 und in Kirchheim 17 Bauplätze ausweisen. Ein Großteil sei schon bebaut, so der Bürgermeister.

Einiges Geld habe die Gemeinde für die Feuerwehren in die Hand genommen. So erhielt die Wehr in Derndorf ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug und die Feuerwehr in Kirchheim ein Mehrzweckfahrzeug.

Vorwärts gehe es auch beim Breitbandausbau. In Kirchheim seien in einigen Gebieten Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 250Mbit/s möglich. Für die restlichen förderfähigen Gebiete habe die Gemeinde die Ausschreibung für einen Ausbau mit Glasfaser bis ins Haus veranlasst. Vor Weihnachten traf der Zuschussbescheid in Höhe von 243943 Euro ein.

Auch die Bildung sei eine Investition für die Zukunft. So freue man sich nun über die Fertigstellung der Generalsanierung von Grund- und Mittelschule.

Die Kosten lagen bei 6,3 Millionen, dafür seien bisher Zuschüsse in Höhe von 1,3 Millionen eingegangen. Diese Ausgaben belasten vor allem den Schulverband, der dafür Darlehen aufgenommen habe. Die Gemeinde selbst, und da war der Bürgermeister schon ein wenig stolz, sei seit mehreren Jahren schuldenfrei geblieben.

Danach ließ Lochbrunner noch einmal die wichtigsten Ereignisse des Jahres Revue passieren. Herausragend nannte er das Gemeindeschießen in Hasberg, das Gauschießen in Derndorf sowie das 155. Jubiläum des TSV und das Feuerwehrfest im Oktober. Auch finanziell sei es ein gutes Jahr für Kirchheim gewesen. So liegen die Einnahmen bei Gewerbesteuer (1,2 Millionen) und Anteil an der Einkommenssteuer (1,3) jeweils über den Haushaltsansätzen.

Beim Ausblick ging der Bürgermeister auf das Zukunftsthema Nummer eins ein. Der Marktrat habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, das Bürgerhaus im Ortskern im Gasthaus Adler zu installieren. Mittlerweile habe es viele Vorgespräche mit der Regierung von Schwaben, der Denkmalpflege und dem Landratsamt sowie den betroffenen Vereinen gegeben. Derzeit versuche man eine stabile Finanzierung mit möglichst vielen Zuschüssen zu erarbeiten. „Es stehen aber noch viele bürokratische Hürden an“, meinte der Bürgermeister.

Der Marktrat habe immerhin 21 Mal getagt und dabei 152 Beschlüsse gefasst, berichtete Lochbrunner. Sein Stellvertreter Werner Welser konnte das 20. Dienstjubiläum feiern. Die Zusammenarbeit sei immer harmonisch verlaufen.

Der Zweite Bürgermeister begann mit einer nüchternen Feststellung: „Wir müssen uns von dem Glauben verabschieden, dass wir es jedem recht machen können!“ Er bewundere Hermann Lochbrunner, denn man könne sich als Außenstehender gar nicht vorstellen, was auf einen Bürgermeister jeden Tag so herein brechen könne.

Dabei gehe es Kirchheim und seinen Bürgern im Vergleich zur großen Welt doch mehr als gut. Er wolle deshalb Meinungen, die die Menschenwürde verachteten, nicht tolerieren.

Es gelte für die Demokratie Stellung zu beziehen. An seine Kollegen gewandt meinte Welser: „Nur gemeinsam können wir etwas bewegen!“

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