Jahreskonzert

06.12.2016

Klangvolle Premiere

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Die neue Dirigentin Melanie Maria Warschun präsentierte ihr erstes Jahreskonzert mit den Stettener Musikern. Das Publikum war begeistert von der musikalischen Vielfalt.

Stettener Musiker begeistern mit ihrer neuen Dirigentin

Was haben Musikanten aus dem Unterallgäu und eine Preußin gemeinsam? Natürlich die Liebe zur Blasmusik! Das zeigte sich auch beim Jahreskonzert des Musikverein Stetten. Traditionsgemäß war das Musikerheim gleich zweimal bestens besucht. Moderatorin Susanne Rietzler, die im Wechsel von Peter Zech unterstützt wurde, stellte Melanie Maria Warschun vor, die seit Januar Dirigentin in Stetten ist. Mit ihren 20 Jahren zwar sehr jung, aber äußerst kompetent und vor allem sehr engagiert ist die aus Detmold in Nordrhein-Westfalen stammende Studentin für Musikpädagogik und Blasorchesterleitung am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg. Vorsitzender Thomas Schropp betonte bei seiner Begrüßung die große Freude der Vereinsmitglieder darüber, eine Dirigentin gefunden zu haben, die für die Proben bereit sei, von Augsburg nach Stetten zu fahren. Es habe am Anfang wohl einige Verständigungsprobleme gegeben. Dafür überreichte er Melanie Warschun ein Wörterbüchlein Bayerisch/Deutsch. Immerhin wisse sie jetzt, dass es nicht „Tschüss“ sondern, und das nicht nur in Bayern, sondern auch in Schwaben „Pfiad di“ heißt. Melanie Warschun sagte nach dem Konzert, dass sie in Stetten gleich sehr freundlich aufgenommen wurde. Sie fühle sich im Kreise der Musiker und im Ort sehr wohl.

Für das erste Jahreskonzert mit den Musikanten hatte sie einige besondere Werke ausgesucht. Gleich zu Beginn ging es „Mit vollen Segeln“ in dieses Abenteuer. Dass es in diesem Jahr gleich sechs Musikantenhochzeiten gegeben habe, gab Susanne Rietzler bekannt und meinte, da wäre doch „The Glory of Love“ genau richtig. Mit Bildern und Klängen aus Katalonien entführten die Musikanten die Gäste nach Spanien. Düstere Töne zu Beginn von „Fate oft the Gods“, die sich bis zum Kampf steigerten. Die Sage der „Götterdämmerung“, von Steven Reinecke vertont und von den Musikern hervorragend interpretiert, zeigte die Geschichte von Kampf und Sieg über die dunklen Mächte. Ein Werk mit Gänsehautgefühl.

Für besondere Momente sorgten die fünf Hornisten des Vereins. Sie standen auf dem Balkon des Saales und begeisterten mit dem „Rendez-Vous de Chasse“, einem Solo für Hörner von Giacchino Rossini. Dafür erhielten sie frenetischen Applaus. Den bekam auch Flötistin Susanne Rietzler, als sie zum Mikrofon griff, um mit dem Lied „One Moment in Time“ von Whitney Houston zu begeistern.

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So waren alle Musiker und Gäste stets „In guter Laune“ und machten sich auf zum „Kometenflug“. Bis sie in England landeten, bei der Zugabe, dem „Marsch der Soldaten“ von Robert Bruce. Dieser Marsch war ein Wunsch vom Vater der Dirigentin. Die Eltern waren extra zu dieser Premiere ihrer Tochter nach Stetten angereist.

Verabschiedet wurde Roswitha Jall, verbunden mit ganz besonderem Dank. Vorsitzender Michael Häring schilderte die langjährige Zugehörigkeit zum Verein. So sei sie unter anderem von 1993-1995 und von 2002-2010 Jugendleiterin gewesen. Von 2001-2004 habe sie mit ihrem Mann Martin Jall den Taktstock geschwungen. Roswitha Jall war insgesamt 34 Jahre, von 1984-2016, im Musikverein Stetten aktiv. Sie spielte Klarinette, Altsaxofon, Basssaxofon, Gitarre und war Sängerin.

Viel Beifall gab es vom Publikum auch für Erwin Vogel, der unermüdlich seit 55 Jahren dem Verein angehört.

Um dem Adventswochenende gerecht zu werden, dirigierte Melanie Warschun zum Abschluss des Jahreskonzertes noch das feierliche „Tochter Zion“, bei dem die Gäste mitsingen konnten. (sid)

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