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22.06.2009

Klangwunder mit 100 Mitwirkenden

Mindelheim (emf/mz) - Es ist ein schwieriges Unterfangen, wenn bei einem Konzert insgesamt 100 Leute mitwirken, die aus einem größeren Einzugsbereich kommen und bei den Proben unter einen Hut gebracht werden müssen.

Genau das ist die Aufgabe von Gabriele Laxgang, die wieder die Gesamtleitung des Festkonzerts beim diesjährigen Frundsbergfest übernommen hat.

Zuerst gibt es viele Proben mit den einzelnen Ensembles, jetzt wird dieses Puzzle zusammengesetzt und auch in der Jesuitenkirche geprobt, um die Probleme der räumlichen Entfernung in den Griff zu bringen. Denn musiziert wird quer durch die Kirche, von vorne, von den Seitenaltären, von den Emporen, um den ganzen Raum zum Klingen zu bringen.

Es gibt genaue Anweisungen aus damaliger Zeit, wie die verschiedenen Chöre im Raum verteilt werden sollen, um einen optimalen Klang von allen Seiten zu erzeugen. Für den Zuhörer ergibt sich ein berauschendes Klangerlebnis, wenn von vorne und hinten, von rechts und links und von den Emporen gleichzeitig musiziert und gesungen wird.

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Das Festkonzert steht diesmal wieder unter dem Titel "Musica Veneziana". Das Mindelheimer Kammerorchester, der evangelische Kirchenchor Mindelheim, der katholische Kirchenchor Dirlewang und der Posaunenchor der Johannes-Kirche gestalten zusammen mit mehreren Solisten wieder ein vielfältiges Programm.

Die Epoche Frundsbergs, also die Spätrenaissance, ist sowohl in ihrer Vokal- wie Instrumentalmusik geprägt von der Vorliebe für Doppel- und Mehrchörigkeit, deren Glanz sich während der Blütezeit Venedigs entfaltete. Der Markusdom war mit seinen vielen Nischen und Emporen das Dorado für diese Art des Musizierens.

Auch wenn die Jesuitenkirche nicht aus der Zeit Frundsbergs und Gabrielis stammt, möchten die Musiker ihre zauberhafte Architektur mit ihren Emporen und Balustraden zum Klingen bringen.

Musik von Giovanni Gabrieli, Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz stehen im Mittelpunkt des Konzertes.

Die Vielfalt der Instrumente, Blechbläser, Renaissanceblockflöten, Harfe, Laute und natürlich Streichinstrumente und hochkarätige Solisten versprechen ein abwechslungsreiches Klangerlebnis in großartigem Ambiente.

Diesmal spannen die Musiker zusätzlich noch einen weiten Bogen bis ins 20. Jahrhundert, nämlich mit Ottorino Respighis "Antiche Danze ed Arie", die auf alten italienischen Vorlagen basieren und vom Komponisten für Streichorchester arrangiert wurden. Eine neue Dimension in diesem Konzert.

Termine sind am 30. Juni und 2. Juli jeweils um 20 Uhr in der Jesuitenkirche.

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