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Mindelheim

07.08.2018

Kleines Konzert in Mindelheim ganz groß

Die Schüler der Instrumentalklasse Akkordeon präsentieren sich mit Helga Knoll-Zettl, der Leiterin der Musikschule und Akkordeonlehrerin (dritte von links) und Schlagzeugerin Uschi Abt vor dem Seniorenzentrum St. Georg
Bild: Musikschule

Akkordeonschüler aus Mindelheim treten vor Senioren auf und vereinen so mehrere Generationen.

Die jüngsten Teilnehmer waren unter zehn, die ältesten über 60 Jahre alt, so wie auch die Zuhörer im Caritas-Seniorenzentrum St. Georg in Mindelheim. Doch das Kleine Konzert der Instrumentalklasse Akkordeon mit ihrer Lehrerin Helga Knoll-Zettl war nicht nur generationenübergreifend, das Programm spannt auch einen weiten Bogen von den ersten Liedern der Jüngsten bis zu wunderbaren Orchesterbearbeitungen berühmter Stücke. Wie zu Beginn das „Rondo Romantica“ des Filmkomponisten Otto M. Schwarz von 1997 und zum Ausklang das bewegende „Music“ von John Miles von 1976, beides hinreißend interpretiert vom Akkordeonensemble „Just air“. Beim Volkslied „Horch, was kommt von draußen rein“, gespielt von der jüngsten Teilnehmerin, sangen die Senioren begeistert mit.

Für viele Mindelheimer Musikschüler ist der Auftritt etwas Neues

In der Instrumentalklasse Akkordeon der Städtischen Musikschule beginnen die Jüngsten ihre Liebe zur Musik zu entdecken. Wenn das Instrument sie trägt und sie auch schwierige Phasen durchhalten, können sie ein hohes Niveau erreichen, wie sie und ihre Eltern es eindrucksvoll bei diesem Konzert erleben durften: als Vorbild die Älteren und das Just-air-Ensemble. Ein Auftritt vor Publikum ist für einige neu und für alle eine Mutprobe. Die Stücke der Jüngsten: „Im Planschbecken“ und „Heute machen wir Musik“. Die der Fortgeschrittenen: Traditionelles wie „Old Black Joe“ und „Little Brown Jug“. Mit dem tollen Rhythmus des „Entertainers“ aus dem bekannten Film „Der Clou“ ging es musikalisch in den Süden der USA. Alle Ensemble-Mitglieder von „Just air“ haben im Grundschulalter an der Musikschule begonnen, Akkordeon zu lernen. Jetzt sind sie erwachsen und ihre Ensemble-Familie hat Schulkarriere, Ausbildung, Studium, Familiengründung und sogar Umzug geschultert.

Aber es gibt in der Musikschule auch die etwas älteren Quer- und Wiedereinsteiger, die ihre Liebe zum Akkordeon später entdeckt haben. Fast immer sind sie als Kinder mit Musik in Berührung gekommen, haben vielleicht auch erst ein anderes Instrument gespielt. Von ihnen waren Traditionals wie „The Ash Grove“ zu hören und „Morning has broken“.

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Die Akkordeonschüler spielten viele unterschiedliche Stücke

Als Akkordeon-Duo kam ein Highlight zur Aufführung, das vor allem dem älteren Publikum vertraut war, die „Elisabeth-Serenade“ aus den 50er-Jahren, die man sofort mitsummen wollte. Ursprünglich unter dem Titel „Andante Cantabile“ von einem britischen Komponisten für das Mantovani-Orchester geschrieben, erhielt das Stück seinen jetzigen Titel aus Anlass der Krönung von Queen Elizabeth II.

Von den Solisten aus dem Kreis der Älteren war Anspruchsvolles zu hören, wie „Caprice Dance“ und „Jalousie – Tango Tzigane“. „Memory“ aus dem Musical „Cats“ ist weltberühmt und war in einem bewegenden Arrangement für zwei Akkordeons zu hören. Den Gänsehaut-Faktor gab es auch beim solistischen Titel „Ich gehöre nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“. Und gefühlvoll-melancholisch ging es weiter mit „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“.

Die Zuhörer dankten mit viel Applaus. Die Konzentration hielt bei ihnen und den Musizierenden auch noch nach einer guten Stunde, als aufgrund des schwülen Wetters und trotz geöffneter Türen der Sauerstoffgehalt im Saal auf Talfahrt ging. Helga Knoll-Zettl moderierte, stellte ihre Schüler vor, begleitete viele von ihnen mit der zweiten Akkordeonstimme und spielte selbst mit im Ensemble.

Zum Ausklang dieses musikalischen Nachmittags spielte das Ensemble mit „Heal the World“ von Michael Jackson und „Music“ von John Miles zwei sehr bewegende Interpretationen, mit dem Bekenntnis: „Music was my first love.“ (zu deutsch: „Musik war meine erste Liebe.“) (scas)

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