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Energieteam

28.02.2015

Klimaschutz-Kümmerer gesucht

Manager soll Verwaltung, Bürger und Unternehmen beraten. Stadtrat stimmt Schaffung der neuen Stelle zu

Im Rathaus wird bald ein Klimaschutzmanager zu finden sein. Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung eine derartige Stelle zu schaffen, nicht zuletzt, weil diese mit 65 Prozent vom Bund bezuschusst wird. Er soll helfen, das Klimaschutzkonzept der Stadt umzusetzen. Der Vorschlag kam vom Energieteam der Stadt. Die Begründung: Die Fülle der Aufgaben zum Erreichen der städtischen Klimaschutzziele und der Energiewende seien so umfangreich, dass dies mit ehrenamtlicher Arbeit und dem vorhandenen Personal der Stadtverwaltung allein nicht bewältigt werden kann.

Laut Sachbearbeiter Michael Egger soll der Klimaschutzmanager unter anderem Energieeinsparmaßnahmen im Bereich des Gebäudemanagements anstoßen, Behörden und Bürger und Betriebe bei energetischen Sanierungen beraten und zum Beispiel auch Motivationsprogramme für energiebewusstes Verhalten organisieren.

Über die Notwendigkeit der Energieeinsparung waren sich alle Räte einig. Nur ob man dafür gleich eine eigene Stelle schaffen müsse, hinterfragte Dietmar Wagner von den Freien Wählern. Er meinte, man könne doch bei Einzelprojekten jeweils die Meinung von Fachleuten einholen. Man blase hier vielleicht einen Ball auf und bleibe auf den Kosten sitzen, argwöhnte er.

Für die Schaffung der Stelle warb Dritter Bürgermeister Roland Ahne (SPD). Man brauche einen „Kümmerer“, der nicht nur Projekte begleite, sondern auch anschiebe. Er müsse ein Netzwerk aufbauen und Unternehmen und Bürger mit ins Boot nehmen. Er stieß dabei auf offene Ohren. Bei der Abstimmung stimmten nur die FW-Räte Dietmar Wagner und Max Heim gegen die Schaffung der auf zunächst drei Jahre befristeten Stelle. Diese wird den städtischen Haushalt im Jahr 2015 mit 30000 Euro belasten.

Wolfgang Streitel (CSU) hatte zuvor noch Bedenken geäußert, dass man mit einer zeitlichen Befristung von drei Jahren keinen qualifizierten Bewerber finden werde. Bürgermeister Stephan Winter erklärte, die Stelle könne auch länger gefördert werden, allerdings dann mit einem niedrigeren Prozentsatz. Dies könne bei den Einstellungsgesprächen mit angesprochen werden. Der neue Klimaschutzmanager muss dem Stadtrat außerdem jährlich einen Tätigkeitsbericht vorlegen.

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