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Unterallgäu

28.03.2019

Kliniken wollen schon zum Jahreswechsel fusionieren

Die geplante Fusion der Kreiskliniken Mindelheim (im Bild) mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu nimmt ordentlich Fahrt auf.
Bild: Alexander Pazicky

Die Kreiskliniken Unterallgäu und der Klinikverbund Kempten-Oberallgäu sprechen über eine gemeinsame Unternehmensstruktur. Welche Änderungen geplant sind.

Die geplante Fusion der Kreiskliniken Mindelheim mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu nimmt ordentlich Fahrt auf: Die Häuser wollen sich bereits zum Jahreswechsel 2019/2020 zusammenschließen. Das gaben Landrat Hans-Joachim Weirather, sein Kollege Anton Klotz aus dem Oberallgäu, der Aufsichtratsvorsitzende des Klinikverbunds Kempten-Oberallgäu, Altlandrat Gebhard Kaiser, und der Oberbürgermeister von Kempten, Thomas Kiechle, in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

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Um weiter über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen einer gemeinsamen institutionellen Zusammenarbeit zu sprechen, sind am gestrigen Dienstag Vertreter der Aufsichtsgremien des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu und der Kreiskliniken Unterallgäu zu ihrem zweiten gemeinsamen Lenkungsausschuss zusammengekommen. Das Treffen fand im Landratsamt in Mindelheim statt. Eine Besichtigung der Kreisklinik Mindelheim ergänzte die Zusammenkunft, die – wie in der Presseerklärung eigens beton wird – „weiterhin in einer zugewandten und offenen Atmosphäre geführt wurde“.

Alle Mitarbeiter werden zu den bestehenden Tarifbedingungen übernommen

Bei dem Treffen wurden die wirtschaftlichen Kennzahlen der Verhandlungspartner verglichen. Ebenfalls von Interesse waren die in den nächsten Jahren anstehenden Investitionen der jeweiligen Häuser sowie die Strukturen des neuen Aufsichtsgremiums und des Managements. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wurde auch über die mögliche Unternehmensstruktur des neuen Klinikverbundes beraten. Die Vertreter der Landkreise Oberallgäu und Unterallgäu sowie der kreisfreien Stadt Kempten verständigten sich demnach darauf, dass auch der neue Klinikverbund unverändert in kommunaler Trägerschaft gehalten wird. „Die Übernahme aller Mitarbeiter zu den bestehenden Tarifbedingungen wird garantiert.“

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Ein drittes Treffen des gemeinsamen Lenkungsausschusses ist noch vor der Sommerpause 2019 geplant. Die Kreistage der Landkreise Oberallgäu und Unterallgäu sowie der Stadtrat der kreisfreien Stadt Kempten sollen Mitte des Jahres umfassend informiert werden. „Damit könnten die nötigen Beschlüsse für die Klinikfusion noch dieses Jahr gefasst werden, um den gemeinsamen Betrieb zum 1.1.2020 aufzunehmen“, teilen die Verantwortlichen mit. Ziel sei es, für alle Allgäuer Patienten ein starker und zuverlässiger medizinischer Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen zu sein.

Die Fusion soll die Versorgung erhalten und verbessern

Bereits nach dem ersten Treffen des Lenkungsausschusses im Februar waren sich die Mitglieder einig, „dass ein gemeinsamer Klinikverbund zwischen Kempten, dem Ober- und dem Unterallgäu eine realistische Perspektive darstellt“. Außerdem signalisierten sie, dass der Verbund in einem zweiten Schritt auch um das Memminger Klinikum erweitert werden könnte. Wie berichtet hatte sich der Memminger Stadtrat zuletzt mehrheitlich dafür ausgesprochen, wieder Fusionsgespräche mit dem Unterallgäu zu führen und ihm ein gleichberechtigtes Beteiligungsverhältnis angeboten. Das Unterallgäu zog es jedoch vor, weiter mit dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu zu verhandeln, nachdem er die Gespräche mit Memmingen nach zwölf Jahren ohne Ergebnis im vergangenen Oktober abgebrochen hatte. Mit der Fusion soll die Krankenhauslandschaft im Allgäu gestärkt und die medizinische Versorgung erhalten und verbessert werden.

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