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Bad Wörishofen

22.01.2019

Kneipp ist bunt und modern

Viel zu sehen gab es auf der Bühne des Kurtheaters beim Sebastianstag zu Ehren des Pfarrers Sebastian Kneipp. Das Singspiel „Tao, der kleine Rabe“ nahm den größten Raum im Programm der Feier ein.
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Viel zu sehen gab es auf der Bühne des Kurtheaters beim Sebastianstag zu Ehren des Pfarrers Sebastian Kneipp. Das Singspiel „Tao, der kleine Rabe“ nahm den größten Raum im Programm der Feier ein.
Bild: Helmut Bader

Beim Sebastianstag lassen Bad Wörishofens Schulkinder den Wasserdoktor hochleben. Dass Kneipp seiner Zeit voraus war, bekam heuer eine besondere Bedeutung.

Der Kneipp-Namenstag fällt auf einen Sonntag? Kein Problem, dann feiern Bad Wörishofens Schüler eben früher. Pfarrer Kneipp sei ja seiner Zeit ebenfalls stets voraus gewesen, scherzte Johannes Wagner, der Konrektor der Grund- und Mittelschule Bad Wörishofen zum Auftakt der großen Feier im Kurtheater.

Bevor es aber ans Feiern ging, wurde zuerst des Namenstages in St. Justina in einem Gottesdienst gedacht, den Pfarrer Andreas Hartmann zelebrierte. Thema war in diesem Jahr die Säule der Kräuterheilkunde und Pfarrer Hartmann erinnerte daran, dass die Kräuter, wie etwa die Kamille bei Erkältungen, auch heute wieder mehr eingesetzt werden sollten. Dazu hatte er mit seinen Religions-Kindern der 3. Klasse auch ein Spiel einstudiert und schloss den Gottesdienst mit dem modernen Kneipplied „Forever young“. Traditionell gab es anschließend in der Schule die Sebastiansbrotzeit, die die Stadt spendiert.

Mit Spiel, Tanz und Gesang ging es dann im Kurtheater weiter. Die Instrumentalgruppe unter der Leitung von Ursula Glanz, die auch das Programm zusammengestellt hatte, spielte vier Weisen, darunter die „Hymne an Bad Wörishofen“. Mit dem Singspiel „Tao, der kleine Rabe“ zeichnete sie auch für den zentralen Programmpunkt mit den Klassen 1b und 3b verantwortlich. Wegen eines Goldstücks hatte der kleine Rabe seine Federn verloren. Mithilfe von guten Taten und mit seinen Freunden erhielt er diese jedoch wieder zurück und lernte dabei, dass es wichtigere Dinge gibt als Reichtum.

Schöne Lieder wie „Federn muss ein Vogel haben“ oder „Ein guter Freund“ setzten dabei Glanzlichter. Die Hauptrollen spielten Milena Schweiger (Tao), Nina Satzger (Glückskäferchen) und Pia Amberger (Fliegenpilz).

Die Wörishofer Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache

Elfi Frank zeigte mit ihrer Klasse 3b mit ihrem Song „Sebastian Kneipp und die fünf Säulen“ eine moderne Darstellung des Wasserdoktors, ebenso wie die Klasse 4a unter der Leitung von Susanne Dietz und Katharina Koppitz mit der Bodypercussion „Wetterkanon“. Dazu passte dann auch der „Cup-Song“, den die Klasse 6b unter der Regie von Pia Mann aufführte.

Bürgermeister Paul Gruschka fand es großartig, dass die Tradition des Sebastianstages aufrecht erhalten wird, und machte sich Gedanken, was Bad Wörishofen wohl ohne seinen Pfarrer geworden wäre. Außerdem erinnerte er anhand des diesjährigen heißen Sommers daran, wie wichtig das Element Wasser für die Menschen ist. Rektor Günter Blasini gedachte des Namensgebers, dem heiligen Sebastian, der als Christ sein Leben geopfert habe.

Stefan Welzel, dessen Stamm-Kneipp-Verein ja offiziell Veranstalter der jährlichen Feier ist, widmete sich wieder Kneipp und betonte, dass Humor und Lebensfreude durchaus im Leben des Pfarrers ihren Platz gehabt hätten.

Sebastian Kneipp selbst, der bekanntlich seinen Namenstag immer gerne bei seinen Kindern im Kinderasyl verbracht hatte, hätte gewiss an dieser Feier seine helle Freude gehabt.

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