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Familiengeschichte

11.11.2017

„Königsbergers“ treffen sich in Breitenbrunn

Zum Treffen der „Königsberger-Sippe“ kamen zahlreiche Verwandte in Breitenbrunn zusammen. Organisiert hat diese Begegnung der Breitenbrunner Joachim Maier (vorne links), der lange an der Familiengeschichte geforscht hat.
Bild: Maier

Auch Pfarrer Kneipp gehörte zur Ahnenreihe.

Die Ahnenforschung hat heutzutage viele Anhänger. „Wo komme ich her? Wer waren meine Vorfahren? Wo lebten sie? Mit wem bin ich eigentlich noch verwandt und wie weit lassen sich meine Wurzeln zurückverfolgen? All diese Fragen interessieren immer mehr Menschen. Viele forschen für sich, andere wiederum tauschen sich aus, um möglichst viele Quellen anzapfen zu können.

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So gibt es im Landkreis Unterallgäu auch einen offenen Stammtisch für Ahnenforscher, deren Vorfahren im Gebiet des heutigen Unterallgäus und der kreisfreien Stadt Memmingen lebten. Der Stammtisch trifft sich regelmäßig beim Wirt in Oberkammlach. Dieser Gruppe gehört auch Joachim Maier aus Breitenbrunn an. Der Raiffeisen-Mitarbeiter und bekannte Geher hat sich vor gut 20 Jahren der Ahnenforschung zugewandt. Er erforschte zuerst die Vorfahren seiner Familie und recherchierte dabei auch in Tschechien, der Heimat seiner Mutter, deren vertriebene Eltern aus dem Altvatergebirge stammten. Zuletzt wandte sich Maier nun der großen Sippe der in Breitenbrunn ansässigen Familie „Königsberger“ zu, mit der auch sein Vater verwoben ist.

Dem „Projekt Königsberger“ schlossen sich auch weitere verwandte Angehörige an, die wichtige Dokumente einbrachten. So gelangte Joachim Maier unter intensiver Auswertung zahlreicher Kirchen-, Familien- und Häuserbücher, Eheverträge, Archivunterlagen, Sterbbildchen, Todesanzeigen und mehr bis ins 17. Jahrhundert zurück. Er fand schließlich Belege, dass ein Georg Gingele aus Unterauerbach (gestorben 1657) und seine Frau Magdalena aus Mindelheim (gestorben 1671) die Ureltern des großen Königsberger-Geschlechts in Breitenbrunn sind.

„Königsbergers“ treffen sich in Breitenbrunn

Der erste „Königsberger“-Namensträger war „Hans Georg, Viertelbauer in Fürbuch“ um 1695. Und: Zu den weitverzweigten Ahnen gehören auch die aus Unterkammlach stammenden „Kneipp“ – und damit der 1821 in Stephansried geborene, berühmte Wörishofener Pfarrer Sebastian Kneipp.

So fügte nun Joachim Maier alles zusammen und erstellte am PC einen kompletten Stammbaum mit drei Ahnenreihen und unzähligen persönlichen Daten. Damit setzte er unlängst seine Absicht um, ein Königsberger-Kennenlern-Treffen in Breitenbrunn zu organisieren. Das Interesse war groß. 40 Königsberger-Nachfahren kamen.

Viele von ihnen waren „ geborene Königsberger“, einige hatten den Namen durch Heirat erlangt. Die meisten stammten aus der Umgebung, etliche kannten sich auch nicht und reisten von Ravensburg oder Starnberg an. Sie alle bestaunten die Forschungsarbeiten und den daraus abgeleiteten lückenlosen Stammbaum, den Joachim Maier ausgedruckt präsentierte.

Ein Teilnehmer schrieb nachträglich begeistert an Maier: „Das war wirklich erstklassig! Ich danke Dir sehr für Deine unendliche Arbeit zur Erstellung des Stammbaums.“ Abschließend fügte er noch an: „ Ein wesentlicher Teil von uns allen – auch wenn in der hektisch getriebenen Zeit oft vergessen – ist doch der Geruch des heimischen Stalls.“

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