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Stadtrat

22.05.2015

Kostensprung bei der Kläranlage

Planer korrigiert erste Schätzung spürbar nach oben

Die Mindelheimer Stadträte sind inzwischen abgehärtet, was Kostensteigerungen bei Kanal- und Kläranlangen betrifft. Mit erstaunlichem Gleichmut nahmen sie einen Preissprung um 183 000 Euro auf 683 000 Euro für die Optimierung der biologischen Klärstufe in der Kläranlage Mindelheim hin. Noch im Dezember 2013 hatte das Ingenieurbüro Steinbacher Consult aus Neusäß den Auftrag erhalten, das Belüftungssystem der städtischen Kläranlage zu planen und zu erneuern. Die Investitionskosten für das Projekt sollten sich ursprünglich auf 250 000 Euro belaufen.

Voriges Jahr dann stiegen die Kosten auf eine halbe Million. Stefan Steinbacher sagte vor dem Stadtrat, die 2014 genannten 500 000 Euro seien „ein erster grober Ansatz“ gewesen. Diese Summe steht im Haushalt der Stadt bereit. Mehr kann der Kämmerer nicht herbeizaubern. Das Projekt soll gleichwohl möglichst bald ausgeschrieben werden, damit die Arbeiten zum großen Teil noch heuer erledigt werden können. Ein Teil wird dann erst im nächsten Jahr abgerechnet.

Die Arbeiten sind notwendig, weil die Keramik-Behälter fast 40 Jahre alt und damit am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind. Vier Reinigungsstraßen gibt es in der Kläranlage. Drei davon sollen erneuert werden. Bei der vierten sei das nicht notwendig, weil sie nur als Ersatz vorgehalten werde, sagte der Planer.

Erneuert werden die Membranplattenbelüfter. Dazu müssen auch zwei neue Gebläse eingebaut werden, die in das Abwasser Sauerstoff pumpen, damit die Bakterien ihr Reinigungswerk vollbringen können. Erneuert wird auch die gesamte Mess- und Regeltechnik.

Das allerdings zahlt sich aus. Strom im Wert von rund 25 000 Euro pro Jahr lässt sich mit der neuen Technik sparen. Das ist zwar ein erfreulicher Nebeneffekt. Bürgermeister Winter betonte aber, die Stadt investiere nicht in erster Linie deshalb, weil sie Energie sparen will, sondern weil die Kläranlage sicher laufen muss.

Die Reinigungsleistung werde sich kaum verbessern, sagte Steinbacher. „Da hatte Mindelheim immer Top-Werte“. (jsto)

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