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Politik

26.03.2013

Kraftakt für die Bahnlinie

Stephan Stracke
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Stephan Stracke

Bundesverkehrsminister Ramsauer sagt 113,5 Millionen Euro für die Elektrifizierung der Strecke München – Lindau zu

Mindelheim Die seit langem geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke MünchenLindau hat dank kräftiger Unterstützung durch die Bundespolitik nun doch eine realistische Chance, 2020 verwirklicht zu werden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer stellte in Berlin in einem Gespräch mit dem auch für Lindau zuständigen Staatssekretär Gerd Müller und dem Kaufbeurer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke das Konzept des Bundes zur Finanzierung der Mehrkosten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Memmingen – Lindau vor. Der Bund übernimmt danach zusätzliche Kosten in Höhe von 113,5 Millionen Euro.

Stracke zeigte sich im Gespräch mit der Mindelheimer Zeitung hocherfreut über den Durchbruch. „Die Bahn hat jetzt keine Ausrede mehr“, sagte der CSU-Politiker. Seit 2008 gebe es die Finanzierungsvereinbarung, die zuletzt wieder in Frage stand, weil die Bahn Mehrkosten in Höhe von 100 Millionen Euro geltend gemacht hatte.

Die Schweiz ist seit mehr als zehn Jahren bereit, 50 Millionen Euro unter der Bedingung vorzufinanzieren, dass die Elektrifizierung bis 2020 umgesetzt werde. Weil dieses Ziel in immer weitere Ferne gerückt schien, mussten sich Verantwortliche der Deutschen Bahn massive Kritik aus dem Allgäu anhören.

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Der Bund ist laut Stracke darüber hinaus bereit, den bislang durch den Freistaat Bayern vorfinanzierten Anteil in Höhe von 55 Millionen Euro vor der Zeit abzulösen. Mit diesem Vorschlag übernimmt der Bund den Löwenanteil der zwischenzeitlich aufgetretenen Kostensteigerungen und entlastet den Freistaat bei diesem Vorhaben.

Bundesverkehrsminister Ramsauer mache damit vonseiten des Bundes den Weg frei für eine zügige Realisierung dieses Projekts, so Stracke weiter. Bereits bei einem Gespräch am 22. Februar im Bundesverkehrsministerium mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke hatte Ramsauer deutlich gemacht, dass die Elektrifizierung nicht am Bund scheitern werde. In dem jetzigen Gespräch erklärte der Bundesverkehrsminister: „Wir halten unsere Zusagen ein und beteiligen uns darüber hinaus an den entstehenden Mehrkosten.“

Die heimischen Bundestagsabgeordneten Gerd Müller und Stephan Stracke sprachen von einem Durchbruch bei der Realisierung des Projekts. Der Bund komme seiner Verantwortung nach und Bundesverkehrsminister Ramsauer habe sich hier in besonderer Weise verdient gemacht. „Für uns ist es das wichtigste schwäbische Großprojekt in den nächsten fünf Jahren“, so Müller und Stracke. „Wir erwarten nunmehr von den Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG eine fristgerechte Realisierung mit einer schnellen Lösung des Lärmschutzes und eine breite Beteiligung der Bevölkerung. Für das Allgäu handelt es sich bahnpolitisch um einen Quantensprung“, so die beiden heimischen Abgeordneten.

In den vergangenen Monaten hatte es vielfältige Initiativen in Schwaben und dem Allgäu gegeben. Wirtschaft und Politik übten den Schulterschluss. Der Unterallgäuer Kreistag etwa hat eine Resolution erlassen. Ebenso setzte sich der Memminger Landtagsabgeordnete Josef Miller für den Ausbau ein, den er für eine wichtige Investition in die Zukunft hält. (jsto)

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