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Neubaupläne im Unterallgäu

10.08.2013

Kreis-Kita soll Pflegekräfte locken

Für Mitarbeiter der Kreisklinik, des Landkreises und der Firma Grob wird eine eigene Einrichtung gebaut

 Mit einer eigenen Kindertagesstätte (Kita) will der Landkreis die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und damit als Arbeitgeber attraktiver werden. Das Vorhaben stieß in einer gemeinsamen Sitzung von Kreis- und Bauausschuss auf großes Wohlwollen. Geplant ist, in Kooperation mit der Firma Grob eine betriebliche Kita für Beschäftigte des Landkreises, der Kreiskliniken und der Firma Grob einzurichten, deren Öffnungszeiten sich an den Arbeitszeiten orientieren. Der Landkreis folgt damit dem Beispiel anderer Kliniken, die mit dem eigenen Betreuungsangebot Pflegekräfte binden und gewinnen wollen.

Die Betriebskita soll in zwei Gruppen 30 Kindern Platz bieten und gegebenenfalls um eine dritte Gruppe erweitert werden können. Um noch in den Genuss einer staatlichen Förderung zu kommen, muss sie Ende 2014 bezugsfertig sein. Gebaut werden soll sie auf dem Gelände der Kreisklinik Mindelheim. Dort gibt es laut Anton Bartenschlager, Leiter des Sachgebiets Hochbau am Landratsamt, drei Standortalternativen, die sich auch auf den Preis auswirken: Zu den Grundkosten von 1,15 Millionen Euro kommen je nach Variante bis zu 126000 Euro hinzu. Abzüglich der erwarteten Förderung von rund 740000 Euro und der Beteiligung der Firma Grob in Höhe von 250000 Euro variiert der Eigenanteil des Landkreises zwischen 206000 Euro und 292000 Euro.

Variante 1: Die Kita wird nördlich des Personalwohnheims an Stelle der bestehenden Garagen gebaut. Laut Verwaltung lässt sich die Hol- und Bringsituation hier gut regeln. Die Kosten für die Rodung der noch unbebauten Grundstücksfläche, den Abbruch der Garagen und die Errichtung von Ersatzstellplätzen summieren sich auf 126000 Euro.

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Variante 2: Die Kita wird westlich des Personalwohnheims direkt an der Kaufbeurer Straße errichtet. Der Lichtgraben vor dem Wohnheim müsste dazu verkleinert sowie der Parkplatz vergrößert werden. Die Zusatzkosten sind mit 40000 Euro am niedrigsten. Wegen der Nähe zu der stark befahrenen Straße und zum Wohnheim wurde dieser Standort in der Sitzung jedoch nicht favorisiert.

Variante 3: Die Kita wird an das Personalwohnheim im Süden angebaut oder freistehend im Süd-Osten errichtet. Die Verwaltung hält diesen wegen des ruhigen Gartens für den schönsten Platz. Allerdings bereitet die Feuerwehrzufahrt im Osten des Wohnheims Probleme. Sie muss erhalten oder durch eine zweite Fluchttreppe ersetzt werden. Die Mehrkosten betrügen 105000 Euro.

Starten würde die Krippe mit einer Gruppe, für die es sieben Interessenten gibt. Für Januar 2015 liegen elf Meldungen vor und für das darauffolgende Jahr 18. Maria Bachmaier, Leiterin der Abteilung Soziales am Landratsamt, ist jedoch zuversichtlich, dass diese Zahlen noch steigen: „Erfahrungsgemäß schafft das Angebot Nachfrage.“

Die Kreisräte begrüßten das Vorhaben. Insbesondere Mindelheims Bürgermeister Stephan Winter wäre froh über eine weitere Krippe. In der Stadt seien nur noch zwei Plätze frei. Er könnte sich deshalb auch vorstellen, dass die Stadt die Trägerschaft übernimmt. Auch weitere Kooperationspartner wären denkbar.

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