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Soziales

26.02.2015

Kreis-Seniorenwohnheime: Die Zahlen stimmen

Weil der Altbau des Hauses „St. Martin“ in Türkheim derzeit generalsaniert wird, rechnet der Gesamtleiter der Kreis-Seniorenwohnheime, Ara Gharakhanian, heuer mit einer Auslastung von 96 Prozent.

Die Häuser in Türkheim, Bad Wörishofen und Babenhausen setzen Trend zur wirtschaftlichen Stabilität fort

Obwohl die Personal- und Sachkosten steigen, sieht Ara Gharakhanian die drei Seniorenwohnheime des Landkreises in Türkheim, Bad Wörishofen und Babenhausen weiter auf einem guten Weg. „Die Wirtschaftspläne 2015 zeigen weiterhin einen Trend zur wirtschaftlichen Stabilität“, sagte der Gesamtleiter der Häuser in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Personal und Soziales.

Demnach seien die drei Seniorenwohnheime auch im vergangenen Jahr wieder voll ausgelastet gewesen und auch für dieses Jahr rechnet Gharakhanian in Bad Wörishofen und Babenhausen mit einer Vollbelegung. In Türkheim jedoch, wo derzeit wie berichtet der Altbau grundlegend saniert und erweitert wird, geht er heuer von einer Auslastung von 96 Prozent aus.

Trotzdem soll der bisherige Personalstamm in der Umbauphase uneingeschränkt erhalten bleiben: Zum einen, so Gharakhanian, komme der Landkreis so seiner sozialen Verantwortung als Arbeitgeber nach und zum anderen werde dadurch – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Fachkräftmangels – ausreichend Personal für die Wiederinbetriebnahme des sanierten Altbaus Anfang 2016 sichergestellt. Um die mit der Sanierung einhergehenden Ertragsausfälle zu kompensieren, stellt der Landkreis 200000 Euro zur Verfügung.

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Insgesamt sollen die durchschnittlichen Personalkosten an den Kreisseniorenwohnheimen „durch eine geeignete Personalzusammensetzung“ reduziert werden. Eine Formulierung, die deutlichen Widerspruch von Kreisrat Franz Mutzel (CSU) provozierte. Er bezeichnete es als „falschen Weg für so einen sensiblen Bereich wie die Pflege“ vor allem junge Mitarbeiter mit niedrigem Lohnniveau zu beschäftigen. Die Sparbemühungen dürften nicht auf Kosten der Qualität der Häuser gehen.

Gharakhanian betonte jedoch, dass die geringeren Personalkosten keine Politik seien, sondern Fakt: Sobald Beschäftigte in Rente gingen, die aufgrund ihrer Berufserfahrung ein höheres Gehalt beziehen, rückten jüngere und damit billigere Kräfte nach. Dies sei nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass der Landkreis bevorzugt auf eigenes Personal setze und die Nachwuchskräfte auch selbst ausbilde.

In allen drei Seniorenwohnheimen stehen in diesem Jahr außerdem verschiedene Investitionen an. So fließen im Haus „Am Anger“ in Bad Wörishofen 28000 Euro in Brandschutzmaßnahmen, 20500 Euro in Gebäudeleittechnik und 71500 Euro in eine neue Schwesternrufanlage.

Im Haus „St. Martin“ in Türkheim ist neben der Generalsanierung vorgesehen, die Türen zum Garten für 13000 Euro mit automatischen Öffnern auszustatten, den Lichtgraben vor dem Zentralküchenbereich für 26000 Euro zu sanieren und für 15000 Euro Zimmer im Neubau zu renovieren. Weitere 10000 Euro sind auch hier für Brandschutzmaßnahmen vorgesehen.

Für das Haus „St. Andreas“ in Babenhausen sind dafür 40000 Euro eingeplant. 32500 Euro kostet eine neue Industriewaschmaschine und rund 7000 Euro ein Kombidämpfer für die Zentralküche. (baus)

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