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Polizei

05.03.2015

Kripo fasst Kirchen-Brandstifter

In St. Michael legte ein Mann Feuer. Der Messner der Kirche griff ein und konnte einen Großbrand verhindern.
Bild: Daniela Hölzle

Im Februar gab es ein Feuer in einer Kirche in Bad Wörishofen, das ein Messner entdeckte und so einen Großbrand verhindern konnte. Der Brandstifter legte ein Geständnis ab.

Die Polizei hat die Brandstiftung in der Pfarrkirche St. Michael in Stockheim nach eigenen Angaben geklärt. Wie Polizeisprecher Christian Owsinski mitteilte, habe die Kripo Memmingen einen 27 Jahre alten Mann aus dem Unterallgäu als Täter ausgemacht. Der Verdächtige habe bereits ein Geständnis abgelegt.

Verdächtiger gesteht Brandstiftung

„Ein Hinweis aus der Bevölkerung trug letztendlich zur Klärung der Tat bei“, sagte Owsinski. Der 27-Jährige sei bislang noch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Polizei hatte gleich nach der Tat am 1. Februar vermutet, dass der Verursacher des Brandes unter den Besuchern des Stockheimer Faschingsumzuges zu suchen war. Das habe sich nun bestätigt. Es sei möglich, dass der Mann zur Tatzeit angetrunken war. „Der Staatsanwaltschaft Memmingen wird nun eine Anzeige wegen einer schweren Brandstiftung vorgelegt“, sagt Owsinski.

Mesner verhindert Großbrand

Der Fall hatte für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Mesner Stephan Miller das Feuer hinter dem Altar zufällig entdeckt und selbst bekämpft hatte. Mit Verdacht auf Rauchvergiftung wurden die Millers dann in ein Krankenhaus gebracht. „Durch sein Handeln und die Hilfe seiner Frau, konnte ein weiteres Übergreifen der Flammen auf den Rest der Kirche, und damit ein Großbrand, verhindert werden“, lobt Owsinski. Den Schaden durch das Feuer beziffert die Polizei mit etwa 25 000 Euro. Der Altar und ein Baldachin waren von den Flammen betroffen.

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