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Markt Wald

15.04.2015

Kritik an teuren Wasserzählern

Der Zweckverband Staudenwasser will die Wasserzähler in Markt Wald austauschen - und stößt damit nicht überall auf Verständnis.
Bild: Jochen Eckel, dpa

In Markt Wald müssen die Bürger nachrüsten. Einige hadern deshalb mit dem Zweckverband Staudenwasser.

In ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Markt Walder Gemeinderäte unter anderem mit der Wasserversorgung des Marktes beschäftigt. Auslöser war die Ankündigung des Zweckverbands Staudenwasser, die Wasserzähler in den Haushalten durch neue, digitale Geräte auszutauschen.

Was im Zuge der allgemeinen Innovation wie eine Routinemaßnahme anmutet, hat im Ort teils Kritik und Beschwerden hervorgerufen. Denn die Nachrüstung durch einen zertifizierten Installateur ist für die Bürger je nach Aufwand mit Kosten zwischen 150 und 500 Euro verbunden.

Mancher hat dadurch den Eindruck gewonnen, dass die Vollmitgliedschaft im Zweckverband seit 1. Januar 2014 nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich gebracht hat. So setzt dessen Satzung etwa fest, dass der Zweckverband Staudenwasser nur bis an die Grundstücksgrenze für die Wasserversorgung zuständig ist. Um das Leitungsstück zwischen Grundstücksgrenze und dem Anschluss im Haus muss sich der Hauseigentümer dagegen selbst kümmern – was im Fall von Schäden teuer werden kann.

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Nach Auskunft von Werkleiter Armin Drexl handelt es sich dabei um eine bayernweit gültige Mustersatzung – die in Markt Wald in der Vergangenheit jedoch offenbar nicht angewendet wurde. Nicht der Vorschrift entsprach wohl auch der Einbau zahlreicher Wasserzähler ohne den zugehörigen Haltebügel, der die Spannungsfreiheit der Installation gewährleistet. Fehlt der Bügel, kann das laut Drexl aber zu versicherungsrechtlichen Problemen führen.

Die hohen Kosten für den Austausch veranlassten Markträtin Claudia Nägele zu der Frage, wie diese etwa eine Hauseigentümerin mit kleiner Rente schultern könne. Bürgermeister Peter Wachler stellte daraufhin klar, dass die Gemeinde die Kosten nicht übernehmen könne.

Etwas anders stellt sich die Sachlage bei der Wasserversorgung der Sportstätten des Fußball- und Tennisvereins dar. Die mehrere hundert Meter lange Zuleitung ausgehend vom Schieber des öffentlichen Versorgungsnetzes fällt in kommunale Zuständigkeit, weil die Gemeinde Eigentümerin der Sportstätten ist, die sie den Vereinen lediglich zur Nutzung überlässt.

In jüngerer Vergangenheit aufgetretene Lecks warfen allerdings die grundsätzliche und noch nicht abschließend geklärte Frage auf, ob die Leitung mittelfristig komplett durch eine neue ersetzt werden muss und zu welchen Kosten. Der Übernahme der bisher angefallenen Reparaturkosten in Höhe von etwa 400 Euro stimmte der Gemeinderat geschlossen zu.

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