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Nachruf

14.01.2020

Kümmerer und treibende Kraft

Klaus Ulm aus Bad Wörishofen ist überraschend im 53. Lebensjahr gestorben.
Bild: Harald Klofat

Trauer in Bad Wörishofen um Klaus Ulm, der überraschend im 53. Lebensjahr starb.

Plötzlich und unerwartet ist Klaus Ulm im 53. Lebensjahr verstorben. Die Kneippstadt hat ein Wörishofer Original verloren. Denn auch wenn Klaus Ulm nie ein öffentliches Amt bekleidet hat, war er für Bad Wörishofen der Mann für alle Fälle. Kaum eine größere Kurhaus-Veranstaltung der vergangenen gut zwanzig Jahre dürfte von ihm nicht in irgendeiner Form beworben worden sein.

Oft war Klaus Ulm früh am Morgen oder spät am Abend mit seinem Auto unterwegs, um Plakatständer aufzustellen, Plakate zu kleben, Veranstaltungsflyer auszufahren oder Hotels und Kureinrichtungen mit Informationen zu versorgen. Klaus Ulm war in Teilzeit bei der Stadt Bad Wörishofen angestellt, wo er auch eine Lehre zum Verwaltungsfachangestellten absolviert hatte. Daneben hatte er sich selbstständig gemacht. Ihr falle keine andere Bezeichnung als „Plakatierer“ ein, meint seine um ihn trauernde Mutter Ursula Ulm. Gleichwohl könne diese ungewöhnliche Berufsbezeichnung nur einen Bruchteil der vielen Aufgaben, die Klaus Ulm mit Aufopferung ausübte, umfassen.

Die Stadt und ihr Erfolg als Kurstadt mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm war für Klaus Ulm eine Lebensaufgabe.

Kümmerer und treibende Kraft

Auch das beliebte Zwergerlberkwerk in Bad Wörishofen trägt Ulms Handschrift

Für große Agenturen war er der Mann vor Ort, Bindeglied zum Kurbetrieb, zur Presse oder zu den Künstlern und immer ein oft vorausdenkender Helfer. Aber auch bei zahlreichen städtischen Angeboten war Klaus Ulm die treibende Kraft und der Kümmerer im Hintergrund: beim beliebten Zwergerlbergwerk für Kinder auf dem Weihnachtsmarkt, das er seit Jahren organisierte und für das er aufwändig die großen Gipsplatten mit Edelsteinen herstellte, beim Nikolauseinzug, der ihm, wie seinem Namensvetter und Freund Klaus Holetschek ein besonderes Anliegen war, oder für die Volkshochschule, für die er oft nächtelang Programme in Briefkästen verteilte.

Klaus Ulm hinterlässt eine Lücke, die für viele Verantwortliche in der Kneippstadt schwer zu schließen sein dürfte. (lede)

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