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25.02.2015

Künftig Sport im Bürgerpark

Im Bürgerpark an der Kaufbeurer Straße entsteht heuer unter anderem ein Bolzplatz. Die Stadt wird auch die bestehenden Schulsportanlagen sanieren, damit dort im Sommer Sportunterricht stattfinden kann.
Bild: Weizenegger/Archiv

Der Bau der Dreifachturnhalle macht Ausweichlösungen nötig. Die Stadt schafft nun Möglichkeiten für Leichtathletik, Fußball, Volleyball und Basketball in der Parkanlage

Im Park am alten Hallenbad wird heuer gebaut. Der Bauausschuss hat am Montagabend einstimmig beschlossen, dass die bestehenden Schulsportanlagen saniert werden müssen. Damit folgte die Ratsrunde einem entsprechenden Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen. Auch die weiteren Forderungen aus dem Antrag werden erfüllt. Die Stadt stellt einen Bolzplatz in dem Park zur Verfügung, außerdem eine Volleyballanlage und einen Basketballkorb. Auch den geforderten Trinkbrunnen wird es geben. Die Stadtwerke würden die Anlage stiften, berichtete Stadtbaumeister Roland Klier. So reduzierten sich die Baukosten für den Brunnen auf 1500 Euro.

Klier hatte den Ausschussmitgliedern mehrere Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Antrag von SPD und Grünen umgesetzt werden könnte. So wäre es durchaus möglich, in dem Park einen 13 mal 20 Meter großen Bolzplatz mit ordentlicher Befestigung anzulegen. Außerdem hätte ein 18 mal neun Meter messendes Volleyball- und Basketballfeld mit Fallschutzmatten Platz, ohne dass sich für einen im Raum stehenden Bau eines Verkehrsübungsplatzes in dem Park Probleme ergäben. Der Bolzplatz könnte gut in einen Verkehrsgarten im Zentrum des Parks integriert werden, schilderte Klier. Der Park habe zwar einen relativ großen Baumbestand, in der Mitte aber auch viel Platz.

Die große Lösung für den Antrag von SPD und Grünen würde jedoch rund 62000 Euro kosten. Der Bauausschuss entschied sich stattdessen für die günstigste Variante, die Klier vorstellte. Für rund 18000 Euro werden nun zwei Fußballtore aufgestellt, ohne Platzbefestigung. Zwei Stangen für ein Volleyballnetz kommen hinzu, außerdem ein Basketballkorb. Eigene Felder mit Fallschutzmatten werden nicht angelegt. Gespielt wird auf dem Rasen im Park. Außerdem entsteht der Trinkbrunnen. Im Preis enthalten ist auch die Sanierung der Sportanlagen – einer Laufbahn und einer Weitsprunganlage.

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Daniel Pflügl (Grüne) regte an, den Basketballkorb an die Laufbahn zu stellen, die könnte man dann als Spielfeld nutzen. Die Sanierung der Sportanlagen sei notwendig, das sei klar, sagte SPD-Fraktionssprecher Stefan Ibel. „Es handelt sich um die Schulsportanlagen der Grundschule, das muss instand gehalten werden, da hätte es eigentlich keinen Antrag gebraucht“, kritisierte er den Zustand der Anlagen. Auch Ibel war mit der günstigen Lösung einverstanden. Mehr habe man auch nicht gefordert, signalisierte Pflügl. Das Beispiel Kletterturm Kaufbeuren zeige, wie einfach das funktionieren kann. Auch Bürgermeister Paul Gruschka (Freie Wähler) war für die günstige Variante. Man investiere ja bereits 83000 Euro in die Umgestaltung des Pausenhofs der Grund- und Mittelschule.

Das alles geschieht im Zuge des Baus der Dreifachturnhalle. Bekanntlich wird dadurch der Pausenhof kleiner, mittlerweile wurden auch die Bäume dort bis auf wenige Ausnahmen abgeholzt. Weil auch eine der beiden Schulturnhallen abgerissen wird, muss die Schule den Sportunterricht bis zur Halleneröffnung anders gestalten.

Die Anlagen im Park am Hallenbad sollen helfen, die Situation zumindest im Sommer zu entzerren. Auch für die Ganztagsklassen soll es dort einfacher werden, Sport zu treiben.

Der Antrag von SPD und Grünen fordert auch, dass der Sportunterricht im Park bereits ab dem Ende der Osterferien möglich sein muss. Ob auch der Verkehrsübungsplatz, der auf dem Schulgelände ebenfalls wegfällt, in den Park verlegt wird, wurde in der Sitzung am Montagabend nicht besprochen. Gegen dieses Vorhaben hatten sich bereits zahlreiche Anwohner mit Unterschriften und einer Protestaktion zur Wehr gesetzt.

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