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Festakt

18.07.2015

Künstlerisches Profil wird belohnt

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Mäzen Hans Kania (links) und Bürgermeister Paul Gruschka (rechts) überreichten Stefan Ibel von der Kleinkunstbühne „Profil“ den Kulturpreis der Stadt.

Kleinkunstbühne erhält den mit 2000 Euro dotierten Kultur-Award Bad Wörishofens

Der „Kultur-Award“ der Stadt Bad Wörishofen geht diesmal an die Kleinkunstbühne „Profil“. Durch die Initiative von Maria und Hans Kania werden seit 2010 im Wechsel je ein Sport- und Kultur-Award mit einem jeweiligen Preisgeld in Höhe von 2000 Euro vergeben. Die Jury war der Meinung, dass der Verein „Profil“, der nun seit 32 Jahren unter dem Vorsitz von Stefan Ibel besteht, den Preis mehr als verdient hat.

Bei der offiziellen Feier im Kulturhaus Zum Gugger sagte Bürgermeister Paul Gruschka, dass es Stefan Ibel in all den Jahren gelungen sei, bekannte und bis dato noch weniger bekannte Künstler zu einem Auftritt in Bad Wörishofen einzuladen. Gerade Letzteres macht „Profil“ so interessant. Denn die Fans wissen: Stefan Ibel hat ein gutes Händchen und eine Spürnase für Talente. Selbst aus Augsburg und München kämen die Gäste, denn aus dem anfänglichen Geheimtipp sei mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungsjahr der Kneippstadt geworden, sagte Gruschka. Mit amüsanten Worten schilderte Laudator Hans-Horst Fröhlich den Ablauf einer Film-, Kunst- und Kulturpreisverleihung. Dies sei bei dem Kleinkunstverein „Profil“ jedoch ganz anders. Er berichtete, dass Stefan Ibel 1983 eine Zeitungsannonce schaltete, in der er interessierte Personen aufforderte, sich wegen der Gründung eines Kleinkunstvereins bei ihm zu melden. Zur Gründungsversammlung kamen bereits zwölf Personen.

Ibel habe vor allem das Hinterfragen des Alltags interessiert, so Fröhlich. Es sei ihm wichtig gewesen: „… die Persönlichkeit des Künstlers kennen zu lernen, Hintergründe, seine täglichen Beobachtungen, seine Umsetzung in die Kunst mit eigenen Ideen und Gedankengängen, die der Kleinkünstler uns zu Eigen machen will.“

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Doch nicht nur geladene Künstler hätten „Profil“ zu dem gemacht, was es heute sei. Unvergessen seien die selbst inszenierten Theateraufführungen. Dabei sei es doch nun an der Zeit, nach dem erfolgreich aufgeführten Stück „Schlafzimmergeschichten“ von Alan Ayckbourn mit Sybille Dörner die „Silberhochzeit“ zu feiern, scherzte Fröhlich. Preisträger Stefan Ibel sagte: „Es freut mich umso mehr, weil anerkannt wird, dass auch sehr viel Arbeit und etliches an Logistik in der ganzen Sache steckt“. Der Preis sei eine große Motivation. Doch ohne die Hilfe seiner Frau Jutta wäre das alles nicht möglich gewesen. Sie habe ihn stets unterstützt. Ohne sie würde der Verein längst nicht mehr existieren. Jutta Ibel sei nicht nur Regisseurin gewesen, sie habe die Programmgestaltung und die Buchführung gemacht und vor allem, sie habe immer mit großer Geduld die Eskapaden der Vereinsmitglieder ertragen. Stefan Ibel sagte: „Ich verspreche, dass wir weitermachen!“ Natürlich vergaß er nicht, sich bei allen Helfern und Unterstützern zu bedanken wie bei Veranstaltungsleiterin Anna-Marie Schluifelder und Hausmeister Michael Philp.

Für besonders schöne Momente sorgte die musikalische Umrahmung des Festaktes. Unter der Leitung und am Klavier begleitet von Karl Stepper musizierten Mitglieder der Irmgard-Seefried-Sing- und Musikschule Bad Wörishofen. Die Schule hatte 2010 den ersten Kultur-Award der Stadt bekommen. Gundolf Schattenmann spielte an der Blockflöte („La Follia“ von Arcangelo Corelli). Julia Arnold („Tarantella“ von Carl Baermann) und Alexander Bartenschlager (Introduktion, Thema und Variationen von Carl Baermann) waren an ihren Klarinetten zu hören. Franziska Weishaupt am Flügel spielte das „Impromtu op. 90 Nr. 4“ von Franz Schubert.

Da Bürgermeister Paul Gruschka an diesem Tag seinen Geburtstag feierte, gebührte ihm ein musikalischer Glückwunsch der Musikanten mit kräftiger Unterstützung aller Gäste.

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