Kunstfrühling

23.03.2013

Kunst sprengt Ketten

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4 Bilder
Franz Hämmerle gewann mit „Kneippen“ den Preis der Stadt: 1000 Euro.

Zum Auftakt der Ausstellung in Bad Wörishofen stellt die Jury die preisgekrönten Werke vor

Bad Wörishofen Wenn Kneippstraße und Stadtgarten zur Galerie werden, hält der Kunstfrühling in Bad Wörishofen seinen Einzug. Bis zum 28. April präsentieren 24 Künstler 32 Exponate unter freiem Himmel. Da treffen sowohl Revolutionäres wie auch Traditionelles in Form und Material aufeinander. Gestern Abend wurden bei der Vernissage die Preisträger geehrt. Die Veranstaltung war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet.

Der mit 1000 Euro dotierte Preis der Stadt ging an den Künstler Franz Hämmerle (Windach) und das Werk „Kneippen“. Hämmerles Installation im Wörthbach an der Geromiller-Brücke zeigt zwei übergroße Füße aus portugiesischem Marmor, die Bach aufwärts gegen die Strömung Wasser treten und Lust auf die Kneipp-Therapie machen sollen.

Mit je 500 Euro prämierten die Rotarier die Holzskulptur „Verschiebung II“ beim Wasserrad von Ariane Ehinger (Bad Waldsee) sowie das Objekt „Contactimprovisation“ von Markus Ehlhardt (Kempten) im Stadtgarten. Dem Kunstverein wiederum gefielen zwei Arbeiten des Kemptener Künstler Guido Weggenmann besonders gut. Er darf sich über ein Preisgeld von 1000 freuen. Ein echter Hingucker ist Weggenmanns Exponat mit dem Titel „Frühling“ vor dem Kurtheater. Dieses Werk soll die Sehnsucht nach künstlerischer Freiheit ausdrücken. Zwei überdimensionale, geöffnete Handschellen lassen jedenfalls darauf schließen.

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Die Kunst soll, wie es Pablo Picasso einmal formulierte, den Staub des Alltags von der Seele wischen. Der Kunstverein formulierte um: „Wir wollen mit dem Skulpturenpfad den Winter aus Wörishofen waschen“, sagt die Vorsitzende Claudia May.

Bis zum 28. April sind die am Denkmalplatz, entlang des Wörthbaches, vor dem Kurtheater und im kleinen Stadtgarten zur Schau gestellten Kunstwerke zu bewundern.

Eine recht originelle Idee hatte Isolde Eggert, die künstlerische Leiterin des Veranstalters. Sie setzte im kleinen Teich am Kurhaus-Park eine Entenfamilie aus. Die Betrachter sollen dieser Installation“ ihr „goldenes Geheimnis“ entlocken und auf einem Quizblatt eine Geschichte dazu schreiben. Für die schönsten Geschichten sind als Preise Kleinskulpturen sowie Kunstbücher ausgesetzt.

Übrigens: Ein Ausstellungskatalog stellt die Künstler und ihre Objekte vor und weist den Weg durch den Kunstfrühling. (iss)

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