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Buchloe

15.05.2019

Lagerhalle abgebrannt: Kripo sucht nach Ursache

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70 Feuerwehrmänner und -frauen aus Buchloe, Lindenberg, Lamerdingen und Jengen kämpften am Dienstagabend über fünf Stunden gegen den Brand einer Lagerhalle in der Alois-Reiner-Straße in Buchloe an.
Bild: Hehl

Beim Brand mitten in Buchloe ist ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro enstanden. Ein Feuerwehrmann wird verletzt

Von einer immensen Hitzeentwicklung und einer Material- und Wasserschlacht spricht Jürgen Schwelle. Der Zweite Kommandant und Gerätewart der Feuerwehr Buchloe hatte am Dienstagabend die Einsatzleitung beim Brand einer Lagerhalle in der Alois-Reiner-Straße. Laut Polizei ist die Ursache noch unklar. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 100 000 Euro.

Insgesamt waren bis zu 70 Feuerwehrmänner und -frauen aus der Gennachstadt sowie aus Lindenberg, Jengen und Lamerdingen bis kurz vor Mitternacht – also über fünf Stunden – im Einsatz. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten eine Rauchgasvergiftung und wurde ins Krankenhaus gebracht. Auch die Wasserwacht Buchloe sowie der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen waren vor Ort. Zwei Beamte des Kriminaldauerdienstes haben noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Durch den Brand der Lagerhalle in Buchloe waren Nachbarhäuser in akuter Gefahr

Kurz vor 19 Uhr hatten Passanten die Integrierte Leitstelle Allgäu über das Feuer auf dem früheren Firmengelände in der Alois-Reiner-Straße informiert, teilt die Polizei mit. „Wir wurden zu einem Brand einer Gartenhütten in Außenlage alarmiert“, berichtet Schwelle. Bereits bei der Anfahrt sei ihm klar geworden, dass es sich weder um ein Gartenhaus noch um einen Außenbereich handelt. Die Lagerhalle – teilweise in Holzständerbauweise erreichtet, teilweise mit massiven Mauern – steht mitten in der Stadt, rundherum Wohnhäuser beziehungsweise in Sichtweite die VfL-Turnhalle. „Ich habe dann direkt nachalarmiert. Die benachbarten Wohnhäuser waren in akuter Gefahr. Es ist um jede Sekunde gegangen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.“

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Die Wehren, die mit allen verfügbaren Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen – natürlich auch der Drehleiter – anrückten, begannen sofort mit den Löscharbeiten der Halle, in der sich Altreifen und diverser Hausrat befanden. Durch das dort gelagerte Material habe es eine immense Hitzeentwicklung gegeben, schildert der Einsatzleiter. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

Die Wasserversorgung wurde über Tanks, Hydranten und die Gennach, die Schwelle als „unerschöpfliche Wasserquelle“ bezeichnet, sichergestellt. Gleichzeitig mussten die Bewohner der Nachbarhäuser in Sicherheit gebracht werden. „Sie konnten ihre Anwesen nicht mehr über den normalen Weg verlassen, sondern wir mussten Gartenzäune aufsägen, damit sie rauskommen“, berichtet der Zweite Kommandant. Die Leute kamen bei Freunden und Verwandten und übergangsweise im nahe gelegenen Antonia-Kindergarten unter.

Durch die Hitze der brennenden Lagerhalle in Buchloe drohte eine Giebelwand einzustürzen

Nicht nur die Flammen waren eine Gefahr, auch eine Giebelwand drohte, in Richtung eines Nachbarhauses umzustürzen. Dabei kam den Wehren der städtische Bauhof zu Hilfe, der die Wand mit einem Bagger kontrolliert einriss und mit einem Sortiergreifer das Material auseinanderzog.

Den ganzen Abend fielen die Sportstunden des VfL aus. „Zur Turnhalle hin haben wir ebenfalls eine Riegelstellung aufgebaut. Das heißt eine Gruppe kümmerte sich ausschließlich darum, dass sich das Feuer nicht in diese Richtung ausbreiten kann“, erklärt der 46-Jährige. Ein Übergreifen der Flammen auf nebenliegende Gebäude verhinderten die Wehren, aber durch Hitzeeinwirkung und Löschwasser wurden laut Polizei einige Häuser dennoch beschädigt.

„Die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren war perfekt. Es hat alles reibungslos geklappt. Die gemeinsamen Übungen zahlen sich aus“, sagt Schwelle. Am Mittwochmorgen habe es mehrmals eine Kontrolle der Brandstelle geben, an der es immer wieder qualmte.

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