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19.01.2010

Landkreis setzt ein Zeichen für den Klimaschutz

Unterallgäu (mz) - Wie kann jeder einzelne Unterallgäuer seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Wie kann sich der Landkreis einbringen? Was können die Unternehmen tun? Und wo steht das Unterallgäu im Moment? Diese Fragen soll ein Klimaschutzkonzept beantworten, das der Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt einstimmig auf den Weg gebracht hat. "Wir haben als Landkreis eine wichtige Vorbildfunktion", betonte Landrat Hans-Joachim Weirather im Ausschuss.

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich der Landkreis Unterallgäu für den Klimaschutz. So wurden in der Vergangenheit bereits mehrere Kreis-Gebäude energetisch saniert, einige werden CO2-neutral mit Hackschnitzelheizungen beheizt oder sind an das Fernwärmenetz des Biomasseheizwerks Mindelheim angeschlossen, wie Kreiskämmerer Michael Sturm ausführte.

Hinzu komme ein kommunales Energiemanagement, durch das die Energieeffizienz der landkreiseigenen Liegenschaften verbessert und die Nutzer und Gebäudeverantwortlichen in energiesparendem Verhalten geschult werden. Darüber hinaus hätten sich die betroffenen Zweckverbände dazu entschieden, die Erweiterungen des Rupert-Neß-Gymnasiums Ottobeuren sowie der Realschule Babenhausen im Passivhaus-Standard auszuführen, so Sturm.

Den eigenen Verbrauch genau unter die Lupe nehmen

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Ziel des neuen Klimaschutzkonzepts ist es nun, Kommunen, Unternehmen und Bürger dazu zu motivieren, den eigenen Energieverbrauch genau unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern. Wichtiger Teil des Konzepts ist eine landkreisweite Energie- und CO2-Bilanz.

Stärken und Schwächen sollen aufgezeigt werden

Diese soll laut Dr. Thorsten Böhm vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) die Stärken und Schwächen des Landkreises aufzeigen. Entstehen soll daraus dann in einem nächsten Schritt ein energiepolitisches Leitbild, in dem konkrete Aussagen darüber getroffen werden, welche Ziele der Landkreis beispielsweise in Sachen CO2-Emissionen bis zu welchem Zeitpunkt erreichen möchte. Teil des Konzeptes ist auch die Bildung eines Energieteams als "Motor und Entwicklungszentrale" zur Umsetzung der Maßnahmen, wie Böhm dem Umweltausschuss erläuterte.

Das Projekt wird mit 70 Prozent vom Bundesumweltministerium gefördert. Der Landkreis wird bis zu 18 000 Euro in das Konzept investieren. Unter dem Dach des Landkreises können sich auch alle Unterallgäuer Gemeinden den Zuschuss für ein kommunales Klimaschutzkonzept sichern. Mindelheim, Bad Wörishofen, Babenhausen, Bad Grönenbach und Ottobeuren haben sich bereits dazu entschlossen. "Ich hoffe sehr, dass weitere Unterallgäuer Gemeinden dieses Zeichen für künftige Generationen setzen und sich den Klimaschutz auf die Fahnen schreiben", so der Landrat.

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