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Unterallgäu

13.12.2020

Landkreis setzt für Schüler des Förderzentrums mehr Busse ein

Einige Schüler des Mindelheimer Förderzentrums werden mit Kleinbussen befördert.
Bild: Stefanie Roth (Symbolbild)

Künftig fahren Kinder, die in Förderzentren zur Schule gehen, in den ersten drei Schuljahren mit Kleinbussen nach Mindelheim und Memmingen.

Der Landkreis verbessert die Schülerbeförderung zu den Sonderpädagogischen Förderzentren in Mindelheim und Memmingen. Ab dem neuen Schuljahr werden die Kinder in der Regel in den ersten drei Schulbesuchsjahren mit Kleinbussen zur Schule gefahren. Bisher war das nur die ersten beiden Jahre der Fall. Das beschloss der Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung des Unterallgäuer Kreistags. Ausschlaggebend waren Schwierigkeiten am Förderzentrum in Mindelheim.

Kleinbusse werden eingesetzt

Landrat Alex Eder erläuterte die Problematik. In den ersten beiden Schulbesuchsjahren – das entspricht im Förderzentrum den Klassen 1 und 1A – befördere der Kreis die Schüler bereits größtenteils mit Kleinbussen. Schließlich hätten die Schüler nicht nur einen besonderen Förderbedarf, sondern müssten häufig auch einen weiteren Weg als andere zurücklegen. Schwierig geworden sei es ab dem dritten Schulbesuchsjahr (Klasse 2) mit dem Wechsel auf eine Beförderung mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Das stellte die Schulleitung jedes Jahr aufs Neue vor eine Herausforderung“, sagte Eder. Denn die Schüler mussten zwischen Schulende und Busabfahrt betreut und zu den Haltestellen begleitet werden.

Beim Mindelheimer Förderzentrum gibt es drei verschiedene Haltestellen und der Weg zum richtigen Bus gestalte sich für die Kinder dadurch besonders schwierig, so der Landrat. Zwar habe der Landkreis Personal für die Betreuung und Begleitung eingestellt, aber man habe nicht immer ausreichend Kräfte akquirieren können. Deshalb mussten Schulleitung und Lehrer immer wieder selbst tätig werden - vor allem am Schuljahresanfang.

Jetzt wird auch die zweite Klasse des Förderzentrums mit Kleinbussen gefahren

Aus diesem Grund kam das Mindelheimer Förderzentrum mit der Bitte auf den Landkreis zu, die Beförderung mit Kleinbussen auszuweiten.

Der Ausschuss sprach sich schließlich dafür aus, einen weiteren Jahrgang, also auch Klasse 2, mit Schulbussen zu befördern, die anderen Schüler bis zur neunten Klasse aber weiterhin mit ÖPNV-Bussen zum Unterricht zu bringen.

Da alle Schüler gleich behandelt werden sollen, fahren auch Schüler, die das Förderzentrum in Memmingen besuchen, künftig ein weiteres Jahr mit Kleinbussen.

Trotz Schwierigkeiten gab es am Mindelheimer Förderzentrum bereits Verbesserungen, wie Helmut Höld, ÖPNV-Beauftragter am Landratsamt, erläuterte. So können die meisten Schüler, die mit den öffentlichen Bussen kommen, inzwischen an zwei Haltestellen ein- und aussteigen. Die Bushaltestelle am Forum werde nur noch vereinzelt angefahren. Außerdem verfüge der Landkreis seit November wieder über ausreichend Personal. (mz)

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