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Frühling

20.03.2015

Lasst Blumen sprießen

Die kleinen Salatpflanzen aus der Gärtnerei von Melanie Specht könnte man bereits in den Garten setzen. Wird es in der Nacht kalt, bedeckt man das Gemüse einfach mit einem Vlies.
Bild: René Lauer

Bei Hobbygärtnern juckt jetzt schon der grüne Daumen. Das müssen Sie beachten, wenn Sie in die Saison starten

Die Tage sind sonnig, die Nächte nicht mehr so kalt – die perfekte Zeit, um den Garten wieder auf Vordermann zu bringen. Wer nicht schon längst damit begonnen hat, die Beete zu bestellen, sollte bald damit anfangen. Für die ersten Gemüsesorten wäre jetzt nämlich ein guter Zeitpunkt, weiß Melanie Specht, Inhaberin von „Die Gärtnerei“ in Unteregg und Mindelheim. „Radieschen, Rettich und Mohrrüben kann man jetzt gut aussähen“, sagt die Expertin. Denn auch wenn es nachts noch einmal eisig wird, mache das dem Gemüse nichts aus. Auch Salat sei robust genug, um draußen zu überleben.

Vor dem Aussäen sollte die Erde des Beetes gut gelockert werden, um ein krummes Wachstum zu vermeiden. Danach kann man die Samen ungefähr einen Zentimeter weit unter die Erde drücken, die am besten möglichst Nährstoffarm ist. „Sind zu viele nährstoffe in der Erde vorhanden, entwickelt die Pflanze keine starken Wurzeln“, erklärt Melanie Specht. Um der Problematik zu entgehen, kann man spezielle Aussaat-Erde kaufen und diese in die oberen Bodenschichten beimischen.

Regelmäßiges Gießen ist natürlich eine Grundvoraussetzung, um die ausgesäten Pflanzen wachsen zu lassen, doch auch hier werden oft Fehler gemacht. „Die meisten Leute gießen ihre Pflanzen am Abend, wenn die Sonne weg ist. Das ist nicht so gut, weil die überschüssige Feuchtigkeit sich dann über Nacht hält. So können Pilze entstehen“, sagt Specht. Stattdessen solle man die Pflanzen immer morgens gießen.

Jetzt würde dem fröhlichen Pflanzenwachstum nichts mehr im Wege stehen, gäbe es da nicht den natürlichen Feind des Gärtners: die Schnecke. Da die Kriechtiere besonders gerne die frisch eingepflanzten Samen verspeisen, sollte man stets ein Auge auf die Beete haben. Viel mehr als die Schnecken immer wieder zu entfernen, bleibe einem nicht übrig, sagt Melanie Specht. „Netzte oder Gitter halten sie nicht auf, auch die Hausmittel haben nur begrenzte Wirkung.“ Wer keinen eigenen Garten hat, kann auch auf dem Balkon oder dem Fensterbrett die ersten Setzlinge platzieren. Dafür eignen sich alte Eierkartons, in die man etwas Aussaat-Erde füllt.

Bis man die ersten Blumen nach draußen bringt sollte man allerdings noch etwas warten. „In der Regel setzt man die empfindlicheren Pflanzen erst nach den Eisheiligen nach draußen, also mitte Mai“, sagt Specht. Sonnenblumen könne man jetzt allerdings bereits draußen anpflanzen, die seien robust genug.

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